„Alk-Parcours“ zeigt jungen Trinkern Grenzen

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Nicole Hillemacher (Jugendamt Eschweiler, 1. v.l.), Elke Koch (Suchtvorbeugung Städteregion, 2. v.l.) Maggy Malecha (Suchtberatungslehrerin Waldschule Eschweiler, 4. v.l.) sowie weitere Helferinnen.

Eschweiler. Seit 2011 ist der „Alkohol-Parcours“ in NRW im Einsatz. Er ermöglicht die interaktive Auseinandersetzung mit der Alkoholproblematik im Jugendalter.

Für die Begleitung der Schüler der Waldschule Eschweiler sorgten Suchtberatungslehrerin Maggy Malecha sowie die Schulsozialarbeiter der Waldschule in Zusammenarbeit mit Elke Koch von der Fachstelle für Suchtvorbeugung in der Städteregion Aachen und Nicole Hillemacher von der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamtes Eschweiler.

Immer mehr Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren verzichten auf Alkohol. Trotz dieses positiven Trends ist die Problematik groß: So findet z.B. der erste Alkoholrausch schon im Alter von 16 Jahren statt – wenn die Abgabe von Alkohol an Jugendliche noch gesetzlich geregelt und z.T. verboten ist und der Konsum ein größeres gesundheitliches und gesellschaftliches Risiko birgt.

Im Alter von 12 bis 17 Jahren haben knapp 70 Prozent schon einmal Alkohol probiert, haben über 40 Prozent im letzten Monat Alkohol konsumiert und trinken rund 14 Prozent regelmäßig (d.h. mindestens wöchentlich) Alkohol. Das sogenannte Komatrinken (fünf oder mehr alkoholische Getränke an einem Tag kurz hintereinander) praktizieren in dieser Altersgruppe über 17 Prozent mindestens einmal pro Monat.

Die Krankenhausstatistik verzeichnet zwischen 2000 und 2012 einen Anstieg der Einweisungen auf Grund von Alkoholintoxikationen von 9500 Fällen auf 26.673 Fälle im Alter von 10 bis 19 Jahren, wobei 75 Prozent der stationär behandelten Kinder und Jugendliche noch keine 18 Jahre alt waren.

Der „Alk-Parcours“ ermöglicht eine Auseinandersetzung mit dieser Alkoholproblematik im Jugendalter; er ergänzt die NRW-Kampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“. Zudem konnten die Eltern der Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs der Gesamtschule bei einem Elternabend schon Teile des Parcours kennen lernen und beratende Gespräche führen.

In der Bibliothek der Gesamtschule hatte dann jede Klasse zwei Zeitstunden lang Gelegenheit, an den einzelnen Stationen zu arbeiten. Sie haben sich aktiv beteiligt und lernten so die Gefahren des frühen und auch des übermäßigen Alkoholkonsums, also des Alkoholmissbrauchs, kennen. Diese Veranstaltung fand statt im Rahmen der schon seit langem jährlich durchgeführten Suchtpräventionstage an der Waldschule, die für die einzelnen Jahrgänge jeweils unterschiedliche Themenschwerpunkte hat.

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