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Alfred Wings bekommt den „Doctor humoris causa“

Von: se
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Korporalschaftsführer Helge Dickmeis (links) und sein Stellvertreter Sascha Deutschle (rechts) überreichte Alfred Wings (Mitte) den Doktorhut sowie die große Urkunde.

Eschweiler. Wenn er in der Session durch die Säle zieht, bleibt bei seinem Publikum kein Auge trocken. Vorträge in Reimform sind sein Markenzeichen und garantieren ihm immer wieder tosenden Applaus: Die Rede ist von Alfred Wings. Seit Freitagabend darf sich der Indestädter nun „Dr. humoris causa“ nennen.

Verliehen wurde ihm dieser Titel von der 11. Korporalschaft der KG Rote-Funken-Artillerie um ihren Korporalschaftsführer Helge Dickmeis.

Diese hatte zur Verleihung einen erlauchten karnevalistischen Kreis in das Haus Lersch geladen, und viele Gäste waren der Einladung gefolgt. Bereits zu Beginn stellte Dickmeis klar: „Alfred, du hast schon so viel geredet, du hättest eine Professur verdient.“

Seit 1990 verleiht die 11. Korporalschaft den Titel und feierte in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen der Veranstaltung. So waren an diesem Abend nicht nur Gäste der KG Rote Funken Artellerie sowie der KG Narrengarde Dürwiß anwesend, sondern natürlich auch etliche Würdenträger. Diese beschrieb Dickmeis so: „Diese Doktoren können noch nicht einmal geklont werden, so einmalig sind sie.“

Um den neuen Würdenträger entsprechend zu feiern, hatte sich die Korporalschaft ein kleines Rahmenprogramm überlegt. Nachdem sie zunächst ein selbst getextetes Lied zu Ehren von „Ur-Doktor“ Dieter Sawall, der im vergangenen November seinen 80. Geburtstag feierte, sangen, ging es mit Redebeiträgen weiter. Nachwuchsrednerin Stephanie Büscher begeisterte das Publikum als „Breijmuhl van Bersch“ genauso wie Büttenrednerass Peter Deutschle, der von Dickmeis als ein „Meister seines Fachs“ beschrieben wurde. Für ihre Vorträge erhielten die beiden Redner vom Publikum sogar Ovationen.

Dann war es soweit: „Der Höhepunkt naht“, kündigte Dickmeis an und hielt eine Laudation auf den Hauptakteur des Abends. In dieser beschrieb er Wings, mit dem ihn bereits seit der Schulzeit eine Freundschaft verbindet, nicht nur als Redner , sondern auch als Familienmenschen und Fußballfan. So kam er zu der Erkenntnis: „Du bist mehr als einfach nur der Büttenredner Alfred Wings.“ Dann erhielt Wings von Dickmeis und dessen Stellvertreter Sascha Deutschle den Doktorhut, den nicht nur das Emblem der 11. Korporalschaft, sondern auch eine als Polizist verkleidete Ente, ein Kaafsack und ein Sheriffstern zierten, sowie eine große Urkunde.

Seine Dankesrede als frischgebackener Doktor hielt Wings natürlich in Reimform, begann jedoch so: „Ich fühle mich geehrt, dass ich jetzt hier stehen darf.“ Dann wurde es Zeit für die Gratulationen. „Jetzt beginnt für dich ein neuer Lebensabschnitt“, erklärte Mit-Doktor Werner Henkelmann, der Wings gemeinsam mit Dieter Sawall, den ersten Hutträger, den Traditionskrug sowie die erstmals verliehene Nadel überreichte.

Dass Sawall der erste Hutträger ist, hat einen guten Grund: Weil der Scharwächter als damaliger Präsident der Traditionsgesellschaft ohne Doktortitel vorstand, verhalfen ihm die Funken zu einer „Promotion“. Dies war die Geburtsstunde des „Doctor humoris causa“, des Humordoktors mitsamt Hut.

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