Eschweiler - Alfred „swingt” sich auf den Narrenthron

Alfred „swingt” sich auf den Narrenthron

Von: ran
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Gaben sowohl im Talbahnhof als
Gaben sowohl im Talbahnhof als auch in der Dürwisser Festhalle Vollgas: Abordnungen der Prinzenbläser und des Regimentsspielmannszugs der Narrengarde Dürwiß.

Eschweiler. Es war Freitagabend, 21.08 Uhr, als für Alfred und Gregor Wings ein Traum in Erfüllung ging: Die beiden Dürwisser Narrengardisten werden in der anstehenden Session als Prinz Alfred III. und Zeremonienmeister Gregor das indestädtische Narrenvolk beherrschen.

Wenige Minuten zuvor hatte der Prinzenwahlausschuss ein wahrlich eindeutiges Votum abgegeben. 17 Stimmzettel wurden in die Wahlurne geworfen, 17 Mal lautete die Entscheidung: Ja! Und dies vollkommen zurecht. Denn mit dem „Prinzenvorstellblues” lieferte das Brüderpaar bei seiner Vorstellung im Talbahnhof dem kritischen Gremium eine Showeinlage, die keine Wünsche offen ließ und eine wahrhaft stimmungsvolle und heitere Fünfte Jahreszeit verspricht.

„Während nur wenige Kilometer vom Talbahnhof entfernt eine europäische Spitzenmannschaft gegen einen Bauernverein aus Mönchengladbach Fußball spielt, treffen wir hier eine Entscheidung, die für viele Eschweiler Bürger zu den wichtigsten des Jahres zählt”, begrüßte Komiteepräsident (und bekennender FC-Köln-Fan) Norbert Weiland die „Wahlmänner”.

Und redete ihnen ins Gewissen. „Auch bei nur einem Kandidaten ist die Wahl alles andere als eine reine Formsache.” Schließlich repräsentiere der Prinz gemeinsam mit seinem Zeremonienmeister die Indestadt fünfeinhalb Wochen lang nach innen wie außen. „Eine Aufgabe, die viel Verantwortung mit sich bringt”, so Norbert Weiland.

Dann wurde es für die Bewerber ernst: Entschlossen, aber auch mit einer sympathisch wirkenden Portion Nervosität traten Alfred und Gregor Wings vor den Wahlausschuss. „Ich habe einen Kandidaten mitgebracht, den ich schon mein ganzes Leben lang kenne”, brachte der zukünftige Zeremonienmeister gleich ein starkes Argument zur Sprache, um wenig später ein noch gewichtigeres in die Waagschale zu werfen: Den „Prinzenvorstellblues”.

Bereits nach wenigen Sekunden wippten und schnippten die Herren des Wahlgremiums (nach kurzer Aufforderung) im Takt mit. Das Eis war gebrochen. In zahlreichen Strophen „swingten” sich die Vollblutfastelovendsjecken durch ihr bisheriges Karnevals(vor)leben und gaben nach dem letzten Takt den Entscheidungsträgern Gelegenheit zur Besinnung. „Wir sind dann mal kurz weg”, verabschiedeten sich die Narrengardisten vorübergehend.

17 Stimmabgaben und einigen (wenigen) Kaltgetränken später wurden die Brüder dann vor das Gremium zitiert, um die frohe Botschaft zu erfahren. Und dann gab es kein Halten mehr. Freudetrunken fielen sich Prinz und Zeremonienmeister zunächst gegenseitig und anschließend vielen anderen lieben Menschen in die Arme. Darunter Mama Trude, Papa Franz, die „besseren Hälften” Birgit und Kirsten , sowie mit Julia, Laura, Sophia, Luisa, Theresa, Fabian und Jana der Nachwuchs des Prinzenpaares.

Abordnungen des Regimentsspielmannszuges sowie der Prinzenblässer gaben bereits im Talbahnhof Vollgas, bevor es im vollbesetzten Bus Richtung Dürwiß ging. Auch die durch die 6. Korporalschaft der Narrengarde veranlasste Sperrung des Ortseingangs war nur ein kurzes Hindernis für die zukünftigen Narrenherrscher, die per „Offizierskutsche” und begleitet von hunderten prächtig gelaunter Dürwisser Narren zur Festhalle gebracht wurden.

Dort wurden die Gäste dann Zeuge des Schauspiels, in dessen Genuss zuvor nur die Mitglieder des Prinzenwahlausschusses gekommen waren. Zum zweiten Mal stimmten, diesmal etwas ausgelassener, Alfred und Gregor Wings den „Prinzenvorstellblues” an. Und gaben damit den Startschuss zu einer rauschenden Party, die dem Anlass durchaus angemessen war.

Die 17 Mitglieder des Wahlausschusses

Der Prinzenwahlausschusssetzt sich aus dem Karnevalskomitee, drei Vertretern der Bürgerschaft und acht Gesellschaftsvertretern zusammen. Ihm gehörten in diesem Jahr folgende 17 Personen an:

Norbert Weiland, Manfred Wienands, Walter Münchow, Michael Römer (alle Karnevalskomitee), Männ Dohmen, Wolfgang Litzba (beide Komitee-Ehrenmitglieder), Bürgermeister Rudi Bertram, Marc Engelhardt (KG Blaue Funken-Artillerie Eschweiler), Hubert Krahe (KG Ulk Oberröthgen), Benno Plasa (KG Onjekauchde Röhe), René Wiese (KG Narrenzunft Pumpe-Stich), Frank Fischer (KG Nothberger Burgwache), Maik Pfeifer (KG Garderegiment Weiß-Rot), Dieter Heinen (KG Löstije Afrikaner) sowie die drei „deftigen Bürger” Pedro Schöller, Peter Willms und Daniel Koczyba.

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