Eschweiler - Alemannia beißt sich lange die Zähne aus

Alemannia beißt sich lange die Zähne aus

Von: ran
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Alemannia
Eng am Mann: Gerade in der 1. Halbzeit taten sich die Alemannen gegen die Landesliga-Fußballer aus Meschede schwer. Foto: Andreas Röchter
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Nostalgie: Beim Eröffnungsspiel des Blausteinsee-Cups trafen sich die Ordner, die einst auf dem alten Tivoli ehrenamtlich tätig waren. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Am Eingang des Stadions am Blausteinsee des FC Rhenania Lohn keimte am Mittwochabend ein wenig Alemannia-Nostalgie auf! Die ausnehmend friedlichen Besucher des Testspiels des Regionalligisten gegen den Sauerland-Landesligisten SSV Meschede, das gleichzeitig als Eröffnungsspiel des 17. Blausteinsee-Cups diente, wurden nämlich von Ordnern kontrolliert, die diesen Job einst ehrenamtlich auf dem „alten“ Tivoli verrichteten.

Selige Zeiten, die Lichtjahre entfernt scheinen! Inzwischen ist aus dem Ur-Zweitligisten nach einem kurzen Ausflug ins Oberhaus ein Viertligist geworden, der aber nach wie vor über ein immenses Fanpotenzial verfügt und immerhin gut 500 Besucher nach Lohn lockte. Und diese sahen eine Alemannia, die in der am kommenden Freitag mit dem Auswärtsspiel bei Fortuna Köln startenden Regionalliga-Saison eine „Wundertüte“ darstellen dürfte.

Eigentlich kein Wunder, braucht der Kader, der von den Trainern Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich vollkommen neu zusammengestellt werden musste, natürlich Zeit, um sich zu finden. Dass noch eine Menge Arbeit vor den Tivoli-Kickern liegt, wurde vor allem in der ersten Halbzeit deutlich, in der die Schwarz-Gelben gegen einen taktisch geschickt agierenden Gegner, der aber drei Klassen tiefer (im Fußballverband Westfalen gibt es nach wie vor die Oberliga) um Punkte spielt als die Alemannia, keine wirkliche Torchance kreierte. Lediglich ein von Abedin Krasniqi scharf nach innen getretener Freistoß stellte Meschede-Torhüter Marvin Baum vor Probleme. Auf der anderen Seite gelang es den Sauerländern, ein ums andere Mal durch Konter Gefahr vor dem Alemannia-Tor heraufzubeschwören.

In komplett neuer Formation startete die Alemannia mit wesentlich mehr Tempo und Zug zum Tor in die zweite Halbzeit. Ein direkt verwandelter Freistop von Dennis Dowidat, der den Ball in der 52. Minute aus rund 20 Metern in den linken Winkel zirkelte, ließ die Alemannia-Fans dann erstmals jubeln. Neben Nazim Sangare im Sturmzentrum war es vor allem Sasa Strujic, der über die linke Außenbahn für Druck sorgte. Diese beiden Spieler trugen sich schließlich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Zunächst erlief Nazim Sangare in der 68. Minute einen zu kurzen Rückpass eines SSV-Spielers, umkurvte Torhüter Alex Klur und schob den Ball zum 2:0 über die Torlinie, fünf Minuten später musste Sasa Strujic nach punktgenauer Hereingabe von Marvin Ajani nur noch den Fuß hinhalten. Die Alemannen setzten nach, die Spieler des SSV Meschede verhinderten jedoch mit vereinten Kräften weitere Gegentreffer.

Dass sich Meschede gut verkauft hat, unterstreicht auch Horst Rambau, der für das Aufeinandertreffen beider Teams in Lohn verantwortlich zeichnet. „Der SSV Meschede ist mein Heimatverein, für den ich bis zur B-Jugend selbst aktiv war“, berichtet er. Er freute, sich auch dass die „alte“ Alemannia-Ordnergarde sich nach einer Facebook-Aktion in Lohn versammelte.

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