Alemannia Aachen: Ein Neuanfang mit Kantersieg

Von: ran
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Auch gegen eine Überzahl an Gegenspielern behaupteten sich die Alemannen, hier Maciej Zieba, im Testspiel gegen Maasmechelen meistens. Foto: Andreas Röchter
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Gut besucht: So mancher Alemannia-Fan wollte den „Neustart“ seiner Schwarz-Gelben am Hehlrather Maxweiher live und aus nächster Nähe erleben.

Eschweiler. Indestädtischer Boden scheint den Regionalliga-Fußballern von Alemannia Aachen gut zu bekommen: Waren die Tivoli-Kicker im Sommer im Dürwisser Sportpark am See zu Gast, wo in einem Testspiel der englische Drittligist Fleetwood Town mit 2:1 bezwungen wurde, gaben die Schwarz-Gelben nun im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Rückrunde ihre Visitenkarte auf dem Sportplatz „Am Maxweiher“ bei den Sportfreunden Hehlrath ab.

Vor gut 500 Zuschauern deklassierten die Alemannen dort den belgischen Zweitligisten Patro Eisden Maasmechelen mit 8:0 (7:0).

Zwischen diesen beiden Partien lagen allerdings einige Monate, die weder sportlich noch in Sachen Außendarstellung zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte der Kaiserstädter gehörten.

Die Entlassung von Trainer Christian Benbennek, der erst im Sommer die Nachfolge von Peter Schubert angetreten hatte, die Suspendierung der Spieler Frederic Löhe, Peter Hackenberg und Bastian Müller sowie der grußlose Abgang der Mannschaft in die Kabine nach ihrem letzten Heimspiel des Jahres 2015 gegen RW Ahlen warfen kein gutes Bild auf die Hinrunde der laufenden Saison, die die Alemannia auf Tabellenplatz sechs beendete.

Der Auftritt in Hehlrath mit Fuat Kilic als neuem Trainer sollte also der Startschuss zu einem weiteren Neustart sein. Und der Eindruck, den die Alemannia in Hehlrath hinterließ, war durchaus vielversprechend. Fußballerisch zeigten die Tivoli-Kicker vor allem in der ersten Halbzeit gegen einen allerdings hoffnungslos unterlegenen und überforderten Gegner einige gute Ansätze.

Vor allem Daniel Engelbrecht machte mit drei Treffern und einer Vorlage nachdrücklich auf sich aufmerksam. Der Lohn: Der gebürtige Kölner, der bereits von 2009 bis 2012 das Trikot der 2. Mannschaft der Alemannia trug und dann über die Zwischenstation VfL Bochum beim Drittligisten Stuttgarter Kickers landete, erhält einen bis zum Saisonende laufenden Vertrag. Die weiteren Torschützen vor dem Seitenwechsel waren Tobias Mohr, Maciej Zieba, Jerome Propheter und Dennis Dowidat.

Im zweiten Abschnitt, in dem es die Alemannia nach neun Wechseln etwas ruhiger angehen ließ, war Aimen Demai per Strafstoß erfolgreich. Doch auch Abseits des Platzes zeigten sich Fuat Kilic und dessen Mannen aufgeräumt und zugänglich.

Sehr zur Freude der Verantwortlichen der Sportfreunde Hehlrath um deren Vorsitzenden Karl-Heinz Neumann, Geschäftsführer Andy Schüppen und „Spielorganisator“ Guido Esser. „Mit diesem Spiel unterstützt die Alemannia unser Kunstrasenprojekt hier am Maxeiher“, bedankte sich Guido Esser in Richtung Alexander Klitzpera.

Der Geschäftsführer Sport der Alemannia gab Dankesworte zurück: „Bereits mehrfach haben Jugendmannschaften von uns Spiele auf der Anlage in Hehlrath austragen dürfen. Mit dem ersten Testspiel des Jahres 2016 wollten wir uns dafür erkenntlich zeigen!“

So zogen nahezu alle Beteiligten ein positives Fazit des Fußballnachmittags in Hehlrath. Selbst die belgischen Gäste, die das Ergebnis in der zweiten Halbzeit doch noch in halbwegs überschaubaren Grenzen hielten, traten erhobenen Hauptes den Heimweg an.

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