Alberdi erklärt Spaniens Weg aus der Krise

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Spricht am 13. August bei der IHK: Rocio Alberdi, Leiterin der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung in Düsseldorf.

Eschweiler/Aachen. Anfang des Jahres machte Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy den Menschen Mut, in dem er sich vor dem Parlament äußerte: „Das Schlimmste ist überstanden, und wir haben begonnen, den Weg der Gesundung zu beschreiten.“

Zwischen 1996 und 2007 erlebte Spanien eine der längsten Phasen wirtschaftlichen Wachstums in seiner jüngeren Geschichte. Die einsetzende globale Wirtschaftskrise, die mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA begann, bekam auch Spanien zu spüren. Gerade der Immobiliensektor war einer der Hauptmotoren des spanischen Wirtschaftswachstums.

In der zweiten Veranstaltung der diesjährigen Reihe des Eschweiler Europaforums befasst sich der Europaverein mit Spaniens Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. Termin ist am Mittwoch, 13. August, 15 Uhr, Hermann-Heusch-Saal in der Industrie und Handelskammer (IHK), Theaterstraße 6-10, Aachen. Als Vortragende konnte die Leiterin der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung in Düsseldorf, Rocio Alberdi, gewonnen werden.

Alberdi wird die Leitlinien der spanischen Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik im Zeichen der Krise und die Auswirkungen vorstellen, denn Spanien ist mehr als ein Immobilienmarkt, dessen Talfahrt gestoppt zu sein scheint. In einigen Regionen gibt es sogar Anlass zu verhaltenem Optimismus. Meldungen, die beruhigen?

Was Spanien Investoren zu bieten haben, zeigt sich auch in den Aufgabenverteilungen der Wirtschafts- und Handelsabteilung. In Deutschland ist die Handelsabteilung in Düsseldorf für die Bereiche Lebensmittel, Wein und Konsumgüter zuständig, während die Wirtschafts- und Handelsabteilung der Spanischen Botschaft in Berlin die Bereiche Industriegüter und Dienstleistungen abdeckt.

Es wird Gelegenheit geboten, sich über alle Aspekte, die für Geschäftsbeziehungen mit spanischen Firmen/Partnern von Bedeutung sind, zu informieren. Insbesondere beim anschließenden Empfang.

In weiten Teilen Europas stehen massenweise junge Menschen auf der Straße: Fast fünfeinhalb Millionen Europäer im Alter von 15 bis 24 Jahren sind arbeitslos. Die EU bemüht sich, durch Fördermaßnahmen den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu unterstützen. Das bekannteste Instrument dazu ist eine Europäische Jugendgarantie, die im April 2013 von den Staats- und Regierungschefs vereinbart wurde. Jedem Jugendlichen, der vier Monate arbeitslos ist, soll demnach eine Ausbildung, eine Trainingsmaßnahme, ein Praktikum oder ein Job angeboten werden. Für dieses Programm und andere Aktionen stehen sechs Milliarden Euro bereit.

Meldungen der FAGE (Vereinigung der Germanisten in Spanien) zufolge findet in Spanien ein Ansturm auf die Bildungseinrichtungen, die Deutsch als Unterrichtsfach anbieten, statt und verzeichnen einen durchschnittlichen Zuwachs zwischen 37 und fast 200 Prozent in den letzten Jahren. Das wäre im Ergebnis ein tragischer Aderlass, auch für die spanische Wirtschaft. Im dritten Quartal 2013 haben ausgewanderte Arbeitskräfte so viel Geld wie noch nie nach Spanien überwiesen.

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