Aktionstag: Vorlesen stärkt Kinder in vielerlei Hinsicht

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Eschweiler. In der Stadtbücherei Eschweiler wird wieder vorgelesen. „Wir lesen vor – Bürgermeister lesen vor“ heißt es im Rahmen des bundesweiten Aktionstags am 20. November mit der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Frau Helen Weidenhaupt. Los geht‘s um 14 Uhr.

Jedes Jahr zum bundesweiten Vorlesetag bietet das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen gemeinsam mit „Die Zeit“ und der „Deutsche Bahn Stiftung“ eine Studie zu wechselnden Themen rund um das Vorlesen in Deutschland an.

Positiver Einfluss

Die Vorlesestudien zeigen, wie die Initiatoren betonen: Vorlesen hat einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, verfügen über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung, haben im Schnitt bessere Noten und später mehr Spaß am Selbstlesen und im Umgang mit Texten.

Für Chancengleichheit

In etwa jeder dritten Familie in Deutschland bekommen Kinder von ihren Eltern zu selten oder nie vorgelesen. Deswegen gibt es den bundesweiten Vorlesetag, der auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam machen möchte. Die Studien verdeutlichen zudem: Vorlesen ist ein wichtiger Beitrag für die Chancengleichheit und die Ausbildungsfähigkeit der Kinder.

Schulische Leistungen

Regelmäßiges Vorlesen unterstützt die individuelle Entwicklung von Kindern, von schulischen Leistungen bis hin zu familiären Bindungen. Die Vorlesestudie 2015 weist nun erstmals auch die längerfristige soziale Bedeutung des Vorlesens nach.

Wurde Kindern regelmäßig vorgelesen, sind diese häufiger darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Auch ist der allgemeine Gerechtigkeitssinn dieser Kinder besonders ausgeprägt, selbst jenseits ihres unmittelbaren Umfelds.

Tägliches Vorlesen unterstützt Kinder auch dann in ihrer Entwicklung, wenn die Eltern kein Abitur und keinen Hochschulabschluss haben. Jeder Vater und jede Mutter sollte diese Möglichkeit nutzen, um das eigene Kind zu fördern.

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, werden häufiger als fröhlich und selbstbewusst beschrieben als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (93 beziehungsweise 75 Prozent zu 59 beziehungsweise 44 Prozent).

Andere integrieren

Vorlesen stärkt aber nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die sozialen Beziehungen, in denen sie leben. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, sind häufiger darum bemüht, andere zu integrieren, als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (40 gegenüber 17 Prozent). 85 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, besitzen nach Aussage ihrer Mütter einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, im Unterschied zu 40 Prozent der übrigen Kinder.

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