Aktionen gegen Rechts werden fortgesetzt

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Eschweiler. Die gute Nachricht hat sich schnell verbreitet. Die Nazis haben die Anmeldung zum angekündigten Aufmarsch am 31. März in Eschweiler zurückgezogen. So wurden die vielen guten Gespräche am Infostand der Eschweiler Bürgerinitiative (BI) „Gemeinsam gegen Neonazis” von dieser erfreulichen Nachricht geprägt.

Die Initiative hatte sich zur Mobilisierung und inhaltlichen Vorbereitung des Aktionstages in die Eschweiler Fußgängerzone gestellt. Gefordert wurde die Abschaffung des V-Leute-Unwesens, mit dem die Nazis derzeit nur noch mehr staatliche Gelder erhalten. Viele Unterschriften für die Kampagne „NPD Verbot - Jetzt aber richtig” konnten gesammelt werden.

„Häufig wurde dem Aktionsbündnis Eschweiler nazifrei gratuliert, verbunden mit der Frage wie es denn jetzt weitergeht”, gibt Frank Taufenbach als Sprecher der BI die Stimmung wieder und betont ausdrücklich: „Der Aktionstag am 31. März und die angekündigten Veranstaltungen im März finden wie geplant statt. Schließlich war es uns immer ein Anliegen, neben dem notwendigen aktiven Protest stets gründliche Aufklärungsarbeit zu leisten und aktuelle Informationen zu verbreiten.”

So wird am Samstag, 17. März, das Versammlungs- und Aktionstraining auch mit Blick auf Stolberg angebieten. Am 20. März trifft sich das Aktionsbündnis und es folgen Ende des Monats auch die zwei Informationsveranstaltungen wie geplant. Einzig die Demonstration, die am 31. März um 12 Uhr vom Kundgebungsplatz starten sollte, wird nicht stattfinden.

„Das Bühnenprogramm am Raiffeisenplatz, kann jetzt etwas gleichmäßiger verteilt werden”, so Taufenbach nach Rücksprache mit Leo Gehlen weiter, „auch die vielen Gruppen haben ihre bunten Informations- und Aktionsstände schon vorbereitet und werden ihre Arbeit vorstellen. Die Eschweiler können so ihren Ort der Vielfalt nun noch besser feiern.”

Schöner leben ohne Nazis, ist jedoch nur ein Teil der Wahrheit. Denn der Kampf gegen die Faschisten geht weiter. Das massive Problem mit den regionalen Nazis ist ja nicht weg, die braunen Rassisten werden nur nicht an diesem Tag in Eschweiler aufschlagen.

„Offensichtlich haben Ingo Haller und Co. das Stadtfest in Eschweiler bei der Planung nicht beachtet und die breite Mobilisierung in der Indestadt unterschätzt. So ist Haller wegen eines Stadtfestes in Düren schon einmal der Innenstadt verwiesen worden”, teilt Frank Taufenbach mit.

Die Aktiven des Aktionsbündnisses „Eschweiler nazifrei” hingegen rufen auch weiter zur solidarischen Unterstützung der Nachbarn in Stolberg Anfang April auf.
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