Aktion Wunschzettel für „unserer“ Senioren

Von: Irmgard Röhseler
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In der Senioreneinrichtung Haus Regina leben zurzeit 86 Bewohner. Heimleiterin Maria Goskowitz-Conzen (rechts) und ihr Team sorgen dafür, dass es ihren Schützlingen gut geht. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Heute beginnen wir mit unserer traditionellen Weihnachtsaktion „Wunschzettel“ und bitten unsere Leser wieder herzlichst um tatkräftige Unterstützung. Seit 1984 (mit nur wenigen Ausnahmen) decken wir, mit tatkräftiger Unterstützung unserer Leser, den Gabentisch für ältere Menschen. Mit unserer Aktion möchten wir Menschen, die ihren Lebensabend in einer Senioreneinrichtung verbringen, eine Weihnachtsfreude bereiten.

In diesem Jahr bitten wir unsere Leser, die Herzen der Frauen und Männer mit einem Präsent zu erwärmen, die ihren Lebensabend im Haus Regina verbringen. Wenn auch viele von ihnen noch eine Familie haben, die sie regemäßig besucht, so gibt es doch leider auch sehr viele Senioren, die niemanden mehr haben.

Und genau hier möchten wir mit unserer Weihnachtsaktion Wunschzettel ein wenig Licht in die Einsamkeit mancher Menschen bringen.

Einrichtung mit Erlebnisgarten

Das Haus Regina in Kinzweiler ist eine der ältesten privaten Senioreneinrichtungen in der Region. Das Haus Regina wird – wie auch das Haus Maria in Hehlrath – seit 1993 von den Geschwistern Rosa Wollert und Maria Goskowitz-Conzen geführt. Es ist im Marienwallfahrtsort Kinzweiler (An der Fahrt 8-10) zu finden und liegt in unmittelbarer Nähe des Wasserschlösschens Haus Kambach.

Das Haus Regina, das im Jahre 1961 von Joachim und Cäcilie Goskowitz eröffnet wurde und damals Platz für 40 ältere Menschen bot, ist mittlerweile zu einer stattlichen Senioreneinrichtung herangewachsen. Auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände mit einer wunderschönen Gartenanlage, mit eigenem Teich, Steg, Wasserlauf und Kräutergarten, stehen Haupt- und Nebengebäude. Eines der Nebengebäude ist mit einem halbunterirdischen Gang mit dem Haupthaus verbunden.

Heute verbringen im Haus Regina 86 Bewohner – 64 Frauen und 22 Männer – ihren Lebensabend. Die älteste Bewohnerin zählt 101 Lenze, die jüngste ist 45 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt bei ca. 86 Jahren. 18 Bewohner haben die Pflegestufe 3, 23 die Pflegestufe 2, 41 Bewohner die Pflegestufe 1 und vier Bewohner die Pflegestufe 0.

43 von ihnen erhalten Sozialhilfe und haben monatlich lediglich ein Taschengeld von 107,73 Euro zur Verfügung.

Taschengeld schnell aufgebraucht

Mit so einem geringen Betrag ist für Extrawünsche nicht viel drin. Dinge, die den Menschen noch einmal ein besonderes Lebensgefühl geben, bleiben meist unerfüllt. Die nötigsten persönlichen Bedürfnisse wie Körperpflegemittel, Friseurbesuche, Fußpflege, Schuster- und Schneiderkosten sowie Bekleidung lassen das Portemonnaie schnell leer werden.

Und das sind nur einige Kosten, die vom Taschengeld bezahlt werden müssen. Auch wer gerne einen eigenen Telefonanschluss im Zimmer haben möchte, muss die Gebühren selbst zahlen. Und wer auch einmal etwas anderes als Wasser oder einen Saft trinken möchte, muss auch das Fläschchen Cola oder Limo selbst berappen.

Nach den Um-, An- und Neubauten Ende der 70er Jahre, 2005 und 2009, ist das Haus Regina noch komfortabler geworden. Und auch zurzeit finden wieder Umbauarbeiten statt, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen. Dann kann das Haus Regina wieder 109 Plätze belegen.

Phantasievolle Farbgestaltung

Hinter der Fassade des komplett kernsanierten Gebäudes verbirgt sich heute eine moderne Einrichtung mit 73 Einzel- und 18 Doppelzimmern, schönen Terrassen, Balkonen und einem ausgeklügeltem Orientierungsleitsystem.

Die drei Wohn- und Pflegebereiche unterscheiden sich durch phantasievolle Farb- und Raumgestaltung. In den einzelnen „Erlebniswelten“, so beschreibt Heimleiterin Maria Goskowitz-Conzen das Konzept, „findet man nicht nur Raumgestaltungen, die die Natur zum Thema haben (Blumen, Wald, Wiese, Holz, Früchte, Felsen, Wasser), sondern auch einen orientalischen und afrikanischen Bereich.“ Die Zimmer verfügen alle über eine eigene barrierefreie Nasszelle, einen TV- und Telefonanschluss. Viele der Bewohner haben die Zimmer aber auch teilweise mit persönlichen Möbeln und Dingen gestaltet. Ein gut funktionierendes Haus benötigt engagierte Mitarbeiter. Davon gibt’s im Haus Regina Kinz­weiler insgesamt 82, darunter alleine 53 Personen, die im Pflegebereich tätig sind. 29 Mitarbeiter erledigen Verwaltungsarbeit, Hausmeistertätigkeiten, arbeiten in der Küche und erledigen den Reinigungsdienst. Und alle sind gleichermaßen bestrebt, ihren Schützlingen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

„Wir bieten mit einem entsprechendem Personal eine qualitativ hochwertige und professionelle Versorgung“, so Pflegedienstleiter Manfred Noel.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass jeder Bewohner die individuell benötigte Pflege und Betreuung zu 100 Prozent erhält“, unterstreicht Heimleiterin Maria Goskowitz-Conzen. „Wir engagieren uns auch seit vielen Jahren in der palliativen Versorgung. So haben wir mehrere Palliativ-Fachkräfte und aktuell werden zusätzlich 18 Pflegeassistenten speziell zum Thema Palliativ Care geschult!“

Bitte ab Montag anrufen

In der Hoffnung, dass unsere „Aktion Wunschzettel“ auch in diesem Jahr wieder erfolgreich ist und Senioren zum Strahlen bringt, freuen wir uns wieder über möglichst viele Helfer. Wer dabei sein möchte, kann sich ab Montag bei uns unter Telefon 555 4930 melden. Doch bevor Sie sich einen Senior aussuchen, den Sie beschenken möchten, klären Sie bitte vorher mit uns ab, ob der Wunsch noch frei ist. Wir sind ab 9 Uhr erreichbar.

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