Ago-Seniorenzentrum bietet Hilfen für die Pflege zu Hause

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Senioren zu betreuen und zu pflegen kostet Kraft und setzt Können voraus. Ein Tagesseminar vermittelt wertvolle Tipps und Erfahrungen.

Eschweiler. Der Gedanke, im Alter in einem Pflegeheim versorgt zu werden, löst bei vielen Menschen große Beklemmung und Unbehagen aus. Weit verbreitet ist daher der Wunsch, möglichst lange in vertrauter Umgebung, zu Hause von der eigenen Familie oder nahestehenden Personen gepflegt zu werden.

Die Bereitschaft, pflegebedürftige Angehörige daheim zu versorgen ist in der Bevölkerung ebenfalls sehr ausgeprägt. Im Alltag stellt sich jedoch vielfach schnell eine Überforderung der Pflegenden ein.

Da sie zumeist Laien auf dem Gebiet der Pflege sind und dadurch bedingt, dass es um nahe Verwandte oder Bekannte geht, die versorgt werden müssen, stellt sich vielfach schnell eine Überforderungssituation ein. Spätestens dann sollte man professionellen Rat einholen. Wenn der Pflegebedürftige nicht nur körperliche Defizite, sondern auch zusätzlich demenziell verändert ist, spitzt sich die Situation oftmals noch stärker zu.

In einem Tagesseminar des Amtes für Altenarbeit der Städteregion Aachen und der AOK Rheinland/Hamburg sowie der Alzheimergesellschaften in NRW mit dem Titel „Leben mit Demenz – Hilfe beim Helfen“ steht sowohl der Austausch mit anderen Angehörigen wie auch das Gespräch mit erfahrenen Pflegeexperten auf dem Programm.

Der Kurs findet am Samstag, 9. August, von 10 bis 16 Uhr im Ago-Seniorenzentrum, Ringofen 25, in Eschweiler statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bei Bedarf können die pflegebedürftigen Angehörigen nach vorheriger Anmeldung zum Seminar mitgebracht werden. Für sie ist eine fachgerechte Betreuung sichergestellt. Anmeldungen und Infos gibt es beim Amt für Altenarbeit: Heike Vedder-Swalve, Tel. 0241/5198-5427.

Urlaub von der Pflege ist ein Angebot, das zur Pflegeversicherung gehört. Bis zu 1550 Euro pro Jahr stehen für eine Verhinderungspflege oder eine Kurzzeitpflege des Pflegebedürftigen zur Verfügung. Darauf weist die AOK Rheinland/Hamburg jetzt hin. Bei der Verhinderungspflege wird der Pflegebedürftige zu Hause von einer Ersatzperson versorgt.

Anders die Kurzzeitpflege: Hier lebt der zu Pflegende vorübergehend in einem Pflegeheim. Voraussetzung ist immer, dass eine Pflegestufe vorliegt. Seit Kurzem sind bei der Verhinderungspflege auch Demenzkranke mit der Pflegestufe 0 einbezogen. Eine Ersatzpflege, sei es zu Hause oder in einem Pflegeheim, kann für maximal 28 Tage in Anspruch genommen werden. Diese Zeit lässt sich auch auf mehrere Urlaube aufteilen. Verhinderungs- und Kurzzeitpflege können im Jahresverlauf auch kombiniert werden.

Manfred Wüller, Fachserviceleiter der AOK Rheinland/Hamburg in Stolberg, sagte: „Pflege kostet Energie. Deshalb ist es für jeden pflegenden Angehörigen wichtig, selbst einmal verschnaufen und in Urlaub gehen zu können. Die Pflegekassen beraten pflegende Angehörige, wie sie die gesetzlichen Vertretungsmöglichkeiten nutzen können.“ Die AOK Rheinland/Hamburg hat im vergangenen Jahr als Pflegekasse für Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege ihrer Versicherten 54 Millionen Euro ausgegeben.

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