Eschweiler - Afrikanische Lebensfreude an der Seebühne

Afrikanische Lebensfreude an der Seebühne

Von: psi
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Die „Zimbabwe Band & Dancing Sisters“ machen Appetit auf Akrobatik und Tanz beim kommenden Afrika-Festival am Blausteinsee. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Eine dicke Portion Musik, Kultur und Tanz des Schwarzen Kontinentes bringt das 7. Afrika-Festival am Wochenende des 21. und 22. Juli am Blausteinsee zu uns. Schirmherr Bürgermeister Rudi Bertram und Kooperationspartner Max Krieger stellten im Rahmen nun mit Joe Mvurah das Programm vor, das es wahrlich in sich hat: Kostenlose Tanz- und Trommel-Workshops für Erwachsene und Kinder, jede Menge Live-Bands, Tanz- und Percussionsaufführungen, eine Dschungelnacht-Party, Modeshows und Zirkus-Acts sind nur ein paar Auszüge aus der ellenlangen Liste.

Mit 25 Ausstellern ist das Festival sogar noch eine Spur größer als das im vergangenen Jahr. Zudem gibt es einen afrikanischen Markt mit leckeren Speisen aus verschiedenen afrikanischen Ländern, eigens moderiert von Mercy Maurice aus Kenia. Auf dem Handwerkermarkt, so die Veranstalter, wird es darüber hinaus ausschließlich authentisches Kunsthandwerk geben.

Der Schirmherr freut sich nach eigenen Angaben nicht nur auf die vielen Show-Elemente, sondern auch auf den Gottesdienst am Sonntagmorgen um 11.30 Uhr. Das könnte eine echt abenteuerliche Alternativ-Messe werden, bei der der Geistliche und seine Schar deutlich sicht- und hörbar in Wallung geraten. „Es ist auch eine tolle Chance, einmal Berührungsängste und Vorurteile abzubauen“, sagt Rudi Bertram. Er habe schon bei früheren Afrika-Festivals vor allem Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft erfahren. Umso schöner sei es, wenn ein solch kulturelles Highlight erneut belege, dass Eschweiler eine Stadt der Vielfalt und Gastfreundschaft sei.

Apropos Vorurteil: Afrika hat als Kontinent eine Fläche von rund 30 Millionen Quadratkilometern, was etwa 22 Prozent der gesamten Landfläche des Planeten entspricht. Über eine Milliarde Menschen leben in den 56 Staaten. Afrika gilt einerseits als Wiege der Menschheit, leidet aber nach der Dekolonisation Mitte des 20. Jahrhunderts unter einer Vielzahl von Konflikten und Kriegen um Rohstoffe und Machtansprüche.

Alle Kulturen und Völker Afrikas gleichzusetzen wäre genauso naiv, wie die Vielfalt Europas oder Asiens auf nur einen Nenner bringen zu wollen. Wenn man also Lust hat, einmal Menschen aus dem westafrikanischen Ghana oder Liberia zu begegnen, gleichzeitig aber auch Leuten aus dem südafrikanischen Simbabwe, dann dürfte das Afrika-Festival genau der richtige Treffpunkt sein. Eine erste Kostprobe ihres Könnens lieferten die „Simbabwe Band & Dancing Sisters“ bei der Präsentation im Rathaus. Die acht Mitglieder verwandelten den Ratssaal in Sekunden in eine bunte Bühne für rhythmisch messerscharf akzentuierten Chorgesang und akrobatische Tanzeinlagen.

Die Eckdaten zum Afrika-Festival: Start ist am Samstag, dem 21. Juli um 11 Uhr am Blausteinsee auf dem Gelände vor der Seebühne. Das Tanz-All-Stars-Finale des ersten Tages findet um 21.45 Uhr statt. Das Programm am Sonntag beginnt ebenfalls um 11 Uhr, direkt gefolgt vom Gottesdienst mit Gospelchor ab 11.30 Uhr. Das Tanz-Finale ist für 21 Uhr vorgesehen.

 

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