Eschweiler-Dürwiß - Afrika-Festival: Exotische Töne am Ufer des Blausteinsees

Afrika-Festival: Exotische Töne am Ufer des Blausteinsees

Von: Patrick Nowicki
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Eschweiler-Dürwiß. Afrikanische Trommeln ertönen am kommenden Sonntag am Blausteinsee: Dort findet erstmals ein Festival statt, das vom Verein „Afrika“ mit Sitz in Düren veranstaltet wird. Zahlreiche Artisten, Musiker und Künstler werden dort von 11 bis 22 Uhr die Kultur des Schwarzen Kontinents näherbringen.

Der Eintritt zu dem Spektakel an und vor der Seebühne ist frei. Als Kooperationspartner sitzt Kulturmanager Max Krieger mit im Boot, der den Vorsitzenden des Vereins in Düren, Joe Mvurah, seit Jahren kennt und mit ihm bei der Gestaltung des Festivals „Stolberg goes Africa“ zusammenarbeitete. Unterstützt wird der in Afrika geborene Dürener von Kaspar Hamacher, der schon einige Veranstaltungen auf die Beine gestellt hat und organisatorische Feinheiten kennt. Der Dürener Verein hat sich nämlich in der Hauptsache auf die Fahne geschrieben, Integration zu fördern und Projekte in Afrika für Kinder und Jugendliche zu unterstützen.

Kulinarische Meile

Das Seezentrum wird sich am 26. Juli auch in eine kulinarische Meile Afrikas verwandeln. Denn zahlreiche Stände präsentieren Spezialitäten ihres Landes. Der Verkauf soll das Festival mit all seinen Kosten finanzieren, schließlich ist bei der Premiere am See bewusst Wert darauf gelegt worden, den Eintritt frei zu halten. Dabei wird nicht nur eine Nation vertreten sein. „Bei uns sind Mitglieder aus verschiedenen Ländern dabei“, berichtet Joe Mvurah. Dies gilt auch für die Akteure auf der Bühne. Einige Artisten treten auch bei Zirkusvorstellungen auf und waren an größeren Produktionen beteiligt. Die Moderation übernimmt die Sängerin Mercy Maurice, die auch den Gospelgottesdienst unmittelbar nach der Eröffnung mitgestaltet. Ergänzt wird die Budenstadt von Künstlern, die ihre Werke an Ständen präsentieren.

Doch damit nicht genug: Auf der Bühne wird ein Non-Stop-Programm ablaufen, in dem sich kulturelle Besonderheiten wiederfinden. „Ob athletische Akrobaten, die Knochenbrecher, oder rituelle Kriegertänze – es ist garantiert für jeden Zuschauer etwas dabei“, sagt Mvurah. Wer selbst einmal erfahren möchte, wie man in Afrika tanzt und trommelt, der kann am Workshop teilnehmen.

Das Afrika-Festival am Blausteinsee hat lediglich das Motto mit der bis vor zwei Jahren stattfindenden Veranstaltung auf dem Drieschplatz gemeinsam. Die Organisation und Ausrichtung ist am Seeufer eine andere. Kulturmanager Max Krieger wünscht sich, dass sich das Festival in Dürwiß etabliert. „Dies ist eine weitere Bereicherung für unsere Kulturlandschaft in Eschweiler“, sagt er. Der Blausteinsee als Veranstaltungsort biete in seinen Augen eine hervorragende Kulisse. Die Pächter des Restaurants sind in den Planungen mit eingebunden.

Lob für Verwaltung

Dass die Indestadt durchaus auch bei Afrikanern als Veranstaltungsort beliebt ist, beweist das jährliche Togolesen-Treffen in der Festhalle Kinzweiler. Mit-Organisator Kaspar Hamacher ist voll des Lobes für Eschweiler und auch die Verwaltung: „Hier wird man mit offenen Armen empfangen“, sagt er. Das sei sehr motivierend. In anderen Kommunen habe er andere Erfahrungen gemacht.

Der Dürener Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Kinderzentrum in Kadoma in Simbabwe zu gründen. Mit dem Erlös des Festivals will man nicht nur die Kosten am Blausteinsee decken, sondern den Überschuss auch in das Projekt stecken. Mvurah hofft, dass nicht nur Afrikafans dem Festival einen Besuch abstatten, sondern auch viele Menschen aus der Region der Einladung folgen. Ihnen verspricht er „exotische Action“ und einen „überraschenden Tag für die ganze Familie“.

Sollte die Resonanz am kommenden Sonntag groß sein, so dürfte die Inde­stadt um eine kulturelle Attraktion am Blausteinsee reicher sein.

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