Eschweiler - Adventskonzert setzt ein Zeichen für Nächstenliebe

Adventskonzert setzt ein Zeichen für Nächstenliebe

Von: kaba
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Sowohl der Frauenchor Röhe als auch der Kirchenchor aus Dürwiß gestalteten das Adventskonzert in der Kirche St. Antonius mit. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Es ist in Röhe schon ein fester Bestandteil der Adventszeit und erfreut sich großer Beliebtheit: das traditionelle Wohltätigkeitskonzert. Auch am vergangenen Sonntag erfreute es unter dem Titel „In das Warten dieser Welt“ in der Kirche St. Antonius Röhe viele Besucher.

Zu Beginn zogen der Frauenchor Röhe und der Kirchenchor Dürwiß durch die Kirche ein und trugen die vier Kerzen des Adventskranzes, der vorne vor dem Altar platziert war. Dazu sangen sie zur Einstimmung „Wir sagen euch an den lieben Advent“. Es folgte ein abwechslungsreiches Konzert, bei dem sowohl Musiker als auch Sänger ihr Bestes gaben.

Von der Empore spielten Jonas Thelen und Jonas Nobis Trompete, Thomas Graff spielte das Horn und Matthias Seeger spielte die Tuba. An der Orgel saßen abwechselnd Achim Prinz, Dr. Martin Gruhlke und das Nachwuchstalent Eva Krahl, die besonders viel Applaus vom Publikum erntete. Auch ihr Bruder Jonas Krahl spielte ein Solo mit seinem Saxofon, und Barbara Lietz begleitete den Chor auf ihrer Querflöte.

Die Konzertgäste waren herzlich dazu eingeladen, die ausgewählten Lieder mitzusingen, und wer den Text nicht kannte, konnte ein kleines Heft zur Hilfe nehmen, in dem alle Stücke und Texte verzeichnet waren. Kaplan Andreas Züll führte durch das Programm und freute sich über die vielen Gäste. Wie immer kamen die Spenden des Abends der Arbeit von Prof. Dr. Ludwig Steffens und somit dem Friedensdorf International zugute, in dem Kinder aus Krisen und Kriegsgebieten medizinisch versorgt werden und Hilfe bekommen. Dr. Steffens konnte nicht am Konzert teilnehmen, und so vertrat ihn Dr. Britta Reisch, leitende Oberärztin der Klinik für Urologie in Eschweiler.

„Wir freuen uns über so viel Unterstützung und können sagen, dass wir mit den Spenden bereits vielen Kindern ein besseres Leben ermöglichen und das Leid vor unserer Tür ein wenig lindern konnten.“ Als besinnlicher Text angekündigt, folgten jedoch detaillierte medizinische Ausführungen ihrer Arbeit und der Operationen, die sie den Kindern ermöglichten, die dem ein oder anderen vielleicht ein wenig zu ausführlich waren.

Neben Britta Reisch richtete auch Bürgermeister Rudi Bertram das Wort an die Anwesenden und bedankte sich zunächst für die Hilfsbereitschaft, die er im Zusammenhang mit den Flüchtlingen in den vergangenen Monaten in Eschweiler miterleben durfte. Außerdem las er eine kleine Geschichte vor, „die ich vor einigen Tagen von Grundschülern bekommen habe und für dieses Konzert sehr passend fand.“ Dieser kleine Text erzählt von drei kleinen Sternen und davon, was alles möglich ist, wenn jeder nur ein ganz kleines Bisschen von seinem Licht an andere abgibt.

So war das Konzert nicht nur besinnlich, sondern regte auch zum Nachdenken an, was auch der Text von Pfarrer Michael Datenè noch einmal verstärkte. „Meine kleine Geschichte ist ein wenig provokant“, kündigte er an und las dann das Märchen vom Auszug aller Ausländer. „Schließlich gingen auch der Dresdener Stollen und die Aachener Printen, die es als Mischlinge besonders schwer hatten, doch es zählte nicht Qualität, sondern Herkunft. Nur Maria und Josef, ausgerechnet zwei Juden, blieben, denn sie sagten: Wenn wir gehen, wer soll den Deutschen denn dann den Weg zurück zu Vernunft und Menschlichkeit zeigen?“

„Wir Christen setzen den dunklen Nächten Hoffnung entgegen in der Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit“, ergänzte Kaplan Züll, und bevor das letzte Lied für diesen Abend angestimmt wurde, erinnerte er auch noch einmal an den kürzlich verstorbenen Franz Surges, der für die Pfarre Röhe und bei den Wohltätigkeitskonzerten immer eine wichtige Rolle gespielt hat.

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