Eschweiler - Adventskonzert: Cantabile spannt einen weiten Bogen

Adventskonzert: Cantabile spannt einen weiten Bogen

Von: vr
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Elf Stimmen, eine Einheit: Das Adventskonzert des Kammerchores „Cantabile“ sorgte mit Weihnachtsliedern aus aller Welt für eine besondere vorweihnachtliche Bescherung. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Seit jeher hat das Fest um die Geburt Jesu Musiker aus der ganzen Welt zu ihren herausragenden Kompositionen inspiriert, ob klassisch oder zeitgenössisch, christmas carol oder Volkslied, beim Adventskonzert des Kammerchores Cantabile wurde der Bogen über Zeit und Raum gespannt.

Für viele Besucher dürfte die Konzertstunde am Sonntagnachmittag in St. Peter und Paul die erste wirkliche Gelegenheit gewesen sein, in dieser hektischen Vorweihnachtszeit wirklich einmal zu Ruhe und Besinnung zu gelangen.

Er treffe die Liedauswahl während des Jahres immer „aus dem Bauch heraus“, ließ Chorleiter Gregor Josephs wissen und startete das traditionelle Adventskonzert seines weit über die Grenzen der Indestadt hinaus bekannten Kammerchores mit schwedischem Liedgut. „Mary had a little boy“, „Autumn“ und „Rudolph the red nosed reindeer“, im zweiten von insgesamt fünf Konzertabschnitten wechselten die Sänger in den angelsächsischen Sprachraum.

Dabei stach „Both sides now“ der kanadischen Singer/Songwriterin Joni Mitchell besonders hervor, welches im Arrangement von Gregor Josephs eine ganz neue Tiefe erfuhr. Perfektes Timing und ein harmonisches Klangbild sind die Markenzeichen von „Cantabile“, sei es mit Solistin Angela Mitchell im Vordergrund wie bei Mozarts „Laudate dominum“ oder beim basslastigen, kanonartigen „Es kommt ein Schiff“.

Die langjährige Zusammenarbeit vieler Chorsänger erlaubt es Chorleiter Gregor Josephs, auch anspruchsvolle, weil sich dynamisch entwickelnde Stücke wie „Nun kommt der Heiland“ zu präsentieren. Das Publikum in der gut besuchten Kirche St. Peter und Paul dankte es mit spontanen Beifallsbekundungen auch innerhalb der fünf musikalischen Themenblöcke.

Gregor Josephs hatte für dieses Adventskonzert mit dem elektro-mechanischem Piano, einer Fender Rhodes, eine ganz besondere Note mitgebracht. Das heute nicht mehr produzierte Instrument gab mit seinem an ein Glockenspiel erinnernden, charakteristischen Klang schon Stevie Wonder dessen unnachahmlichen Sound, am Sonntagnachmittag erklang indes eine Jazz-Version von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ durch die hohe Halle der Kirche am Marktplatz.

„Oh, du stille Zeit“, die Zugabe stand sinnbildlich für die Konzertstunde von „Cantabile“, die ihre Zuhörer bereits eine Woche vor dem Heiligen Abend reichlich bescherte: mit abwechslungsreicher Musik, herausragenden Stimmen und einem Chor-Arrangement, das in der Städteregion seinesgleichen sucht. Es sind eben die feinen, leisen Töne, die zur Ruhe kommen lassen und Besinnung im Advent erlauben, vielleicht viel zu selten.

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