Abwechslungsreiches Muttertagskonzert in Röher Parkklinik

Von: ran
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Gaben im Saal der Parkklinik beeindruckende Proben ihres Könnens: Jozsef Acs am Klavier, Mezzosopranistin Sanja Radisic und Violetta Palatinus an der Querflöte. Foto: Andreas Röchter
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Gaben im Saal der Parkklinik beeindruckende Proben ihres Könnens: Jozsef Acs am Klavier, Mezzosopranistin Sanja Radisic und Violetta Palatinus an der Querflöte. Foto: Andreas Röchter
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Gaben im Saal der Parkklinik beeindruckende Proben ihres Könnens: Jozsef Acs am Klavier, Mezzosopranistin Sanja Radisic und Violetta Palatinus an der Querflöte. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnenschein und in wohltuendem Ambiente, der durch drei außergewöhnliche Musiker zu einem Gesamtkunstwerk veredelt wird! So das Szenario für die Zuhörer des Muttertagskonzerts der Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler, zu dem die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Günther Wopperer erstmals in die Röher Parkklinik eingeladen hatten.

Violetta Palatinus an der Querflöte sowie Mezzosopranistin Sanja Radisic, die seit der Spielzeit 2011/2012 zum Ensemble des Stadttheaters Aachen gehört, verzauberten das Publikum, großartig am Klavier begleitet von Jozsef Ács, musikalischer Leiter der Franz-Liszt-Gesellschaft, mit hingebungsvollen Interpretationen von meist Opernwerken, die sich in vielfacher Hinsicht dem Thema „Mutter“ widmen.

Zum Auftakt öffnete Violetta Palatinus zunächst aber mit der fröhlich fließenden „Hamburger Sonate in G-Dur“ für Flöte von Carl Philipp Emanuel Bach sinnbildlich die Fenster, um voller Spielfreude und leichtfüßig hellstes Sonnenlicht in den Konzertraum eindringen zu lassen.

Doch die Flötistin beherrscht auch die melancholischen, schweren und dunklen Stimmungslagen. Dies stellte sie mit der Ballettmelodie aus der Oper „Orpheus und Eurydike“, die von Christoph Willibald Gluck komponiert wurde und die Trauer des Orpheus um seine in die Unterwelt hinabgestiegene Gattin Eurydike darstellt, eindrucksvoll unter Beweis.

Kurz darauf schlüpfte Sanja Radisic stimmgewaltig, aber nuanciert in die Rolle der „Adalgisa“ aus der von Vincenzo Bellini komponierten tragischen Oper „Norma“, die ab Freitag, 22. Mai, auf dem Spielplan des Theaters Aachen stehen wird, und entführte die Zuhörer in das von den Römern besetzte Gallien, in dem die Priesterin Norma zwischen Pflichterfüllung und Mutterliebe hin- und hergerissen wird.

Geradezu verzückt reagierten die Konzertgäste auf die einfallsreiche Interpretation des fantasievollen „Concertino Opus 107“ der französischen Komponistin und Pianistin Cécile Chaminade, bei der Violetta Palatinus variationsreich und wie ein Vogel im Flug jubilierend sich in höchste Tonhöhen begab.

Zu Ehren der Muttergottes brachte Sanja Radisic zum Ende des ersten Konzertteils mit dem „Ave Maria“ von Charles Gounod ein Monument der klassischen Musik, welches auf dem Präludium Nummer eins in C-Dur aus Johann Sebastian Bachs „Wohltemperierten Klavier“ basiert, auf ergreifende Art und Weise zu Gehör.

Nach der Pause widmete sich Violetta Palatinus der „Sonata la flute de Pan“ des Spätromantikers und Impressionisten Jules Mouquet, dessen Werke von der Liebe zur Antike und vor allem zum alten Griechenland geprägt sind. Die dreiteilige Sonate (Pan und die Hirtin vom Berg, Pan und die Vögel, Pan und die Nymphen) wurde von der Instrumentalistin temperamentvoll, beschwingt und immer virtuos wiedergegeben.

Kurz vor der Zielgeraden des Muttertagskonzerts der Franz-Liszt-Gesellschaft rückte dann mit Carmen die wohl berühmteste Zigarettenfabrik-Arbeiterin der Geschichte in den Blickpunkt. Zunächst schmetterte Sanja Radisic fulminant die berühmte Arie „Habanera“, die den ersten Auftritt Carmens in der gleichnamigen Oper von Georges Bizet markiert, bevor die von Francois Borne bearbeitete Variation „Carmen Fantaisie“ auf der Querflöte von Violetta Palatinus erklang und die Zuhörer elektrisierte.

Den Schlusspunkt des qualitativ hochwertigen Programms setzte die serbische Mezzosopranistin Sanja Radisic, die ihre Gesangsausbildung an der Universität der Künste in Belgrad absolvierte, mit dem feinfühligen Wiegenlied „Summertime“ aus der Gershwin-Oper „Porgy and Bess“.

Langanhaltender und lautstarker Applaus belohnte vollkommen zu Recht das Musikertrio, das den Konzertbesuchern keinen besseren Start in den Muttertag hätte bereiten können.

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