Abschlussversammlung: Kicker rechnen verbal und finanziell ab

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Schlussstrich unter die Stadtmeisterschaft 2015, jetzt geht der Blick nach vorn: Um diesen Pokal geht es am 2. und 3. Januar bei der Hallen-Stadtmeisterschaft der Fußballer. Darauf freuen sich bereits (von links) Horst Auzinger (1. Kassierer Fortuna Weisweiler), Marc Stuhlsatz (Geschäftsführer Fortuna), Klaus Wohnaut (Gebietsdirektor der Sparkasse), Matthias Hanf, Tim Schmitz und Willi Greven vom Organisationsteam sowie Manfred Bräuer (1. Vorsitzender Fortuna). Foto: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Strahlende Gesichter gab es erst ganz am Schluss. Als feststand, dass der Feldfußball-Stadtmeisterschaft 2015 nicht nur sportlich, sondern auch sozial einen Sieger hat. Genauer: viele Sieger. 1800 Euro aus dem Erlös und aus Spenden werden an die drei Kindergärten in Weisweiler und Hücheln verteilt.

Im Vereinsheim des Ausrichters SV Fortuna Weisweiler hatten sich am Mittwochabend Vertreter aller Eschweiler Fußballvereine zur Abschlussversammlung der 25. Eschweiler Stadtmeisterschaft im Feldfußball getroffen.

Entschuldigung der Germania

Vor der Abrechnung zur Verwendung der Eintrittsgelder wurde erst einmal verbal abgerechnet. Bei der Stadtmeisterschaft im August hat es Zoff gegeben, nachdem der FC Germania Dürwiß, obwohl im Viertelfinale siegreich, seine Mannschaft aus personellen Gründen während des Turniers zurückgezogen hatte. Der Trainer des Teams entschuldigte sich am Mittwoch für seinen „Bauchbeschluss“, auf den Einzug ins Halbfinale zu verzichten. Er habe nicht geahnt, welche Folgen das nach sich ziehen würde. Als Wiedergutmachung spendete der Dürwisser Verein 100 Euro aus seinen Turniereinnahmen.

Besonders geärgert hatten sich die Mitglieder eines anderen Halbfinalisten, des FV Eschweiler. Dort hatte man sich schon gefreut: Der SC Berger Preuß hatte gegen die Dürwisser im Elfmeterschießen verloren, war also ausgeschieden. Die Dürwisser hatten aufs Halbfinale verzichtet, waren also auch draußen – also wähnte sich der FV Eschweiler bereits kampflos im Finale. Die Turnierleitung entschied anders und bestimmte den FC Berger Preuß als Halbfinalisten. Die Elf aus Bergrath und Nothberg machte dann mit dem FV kurzen 6:0-Prozess und wurde am Ende auch Stadtmeister.

FV-Eschweiler-Geschäftsführerin Elke Schäfer las am Mittwoch eine längere Stellungnahme, in der der ganze Ärger noch einmal spürbar wurde. Ihr Verein, sagte Schäfer, habe ernsthaft überlegt, sich grundsätzlich aus der Fußball-Stadtmeisterschaft zurückzuziehen. Letztlich habe man aber doch beschlossen, weiterhin teilzunehmen – eine Entscheidung, die Manfred Bräuer, der 1. Vorsitzende von Fortuna Weisweiler und Versammlungsleiter am Mittwoch, mit Beifall aufnahm. Das Organisationsteam der Stadtmeisterschaft wird nun in den nächsten Wochen eine grundsätzliche Regelung für solche und ähnliche Streitfälle erarbeiten.

Summe aufgestockt

Die Fußball-Stadtmeisterschaft, die von der Sparkasse Aachen veranstaltet wird, zieht alljährlich hunderte Besucher an. In diesem Jahr wurden aus Eintrittsgeldern 3068,40 Euro erlöst. Das Geld wird traditionell unter den Vereinen aufgeteilt, und ebenso traditionell verzichten die Vereine auf einen Teil dieser Summe. Diesmal wurde beschlossen: Jeder Verein erhält 200 Euro, was drüber ist, wird für einen guten Zweck gespendet. Klaus Wohnaut, Gebietsdirektor der Sparkasse, rechnete es flink durch: Die Vereine spenden somit 868 Euro, 100 Euro kommen von Germania Dürwiß, 50 Euro stiftet Bürgermeister Bertram – da legt die Sparkasse noch einmal 782 Euro drauf, macht 1800 Euro. Allgemeiner Beifall im Saal. Der Gewinner der Stadtmeisterschaft, SC Berger Preuß, wird gesondert 500 Euro für einen anderen guten Zweck spenden.

Das Organisationsteam plant bereits die nächste Hallen-Stadtmeisterschaft, teilte Willi Greven mit. Sie wird diesmal in der Halle an der Kaiserstraße ausgetragen, da die Halle der Berufsbildenden Schulen derzeit mit Flüchtlingen belegt ist. Termin ist der 2. und 3. Januar 2016.

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