Abschlussklasse der Jahnschule tauschen am Marktplatz Anekdoten aus

Von: mah
Letzte Aktualisierung:
14967842.jpg
Rund die Hälfte der Klasse, die vor 50 Jahren aus der Jahnschule entlassen wurden, trafen sich nun zum ersten Mal, um den Jahrestag gemeinsam zu feiern. Foto: Manuel Hauck

Eschweiler. „Schwierige Zeiten liegen hinter den ehemaligen Schülern, doch Aufgeben gehört nicht zu den Eigenschaften jener Generation, die vor 50 Jahren aus der Schule entlassen wurde.“ So lautete das Fazit von Margrit Holz beim Klassentreffen, das sie mit ihren beiden besten Freundinnen von damals, Renate und Heiderose, organisiert hatte, um die Mitschüler wieder zu vereinen.

Dass nur knapp die Hälfte der damals rund 25 Köpfe zählenden Klasse der Jahnschule Eschweiler, ehemalige Volksschule, den Weg aus ganz Deutschland zum inde-städtischen Marktplatz fanden, stieß zwar auf Verwunderung, doch wollte man den Abend genießen und gemütlich vergangene Jahre Revue passieren lassen.

Gleichartig erstaunlich war, dass dieser Abend im Grunde das erste Klassentreffen dieser Art war. Nachdem eine erste, eher lockere Zusammenkunft vor einem Jahr zustande kam, war das Jubiläum der 50 Jahre Entlassung aus der Jahnschule nun der erste Jahrestag, an dem man das feierliche Ereignis begoss.

Mitschülerin Holz, die sich für das Treffen hauptverantwortlich zeigte, zog es nach der Jahnschule nach Berlin, wo sie ihren Abschluss fertig brachte. Denn, so erinnert sie sich zurück, an der indestädtischen Volksschule sei es nicht immer leicht gewesen. Zu kämpfen hätten die Mädchen und Jungen mit den Unterrichtsmethoden gehabt und den Sinn der Schule nicht erkannt, doch aufgegeben hätte derzeit und auch anschließend niemand. Trotz der Umstände sei jeder seinen Weg gegangen und habe etwas aus sich gemacht, ergänzt Holz, die 40 Jahre als Erzieherin in Berlin, überwiegend in Kreuzberg, tätig war und vor neun Jahren zum fünften Mal nach Eschweiler zurückkehrte, anerkennend.

Da nicht mehr alle in Eschweiler leben, stellte Holz Erinnerungen in Form von Fotos mit Notizen zusammen, um Orte, Menschen und Ereignisse der Indestadt lebhaft ins Gedächtnis zu rufen. Eine Aufnahme bildete Norbert Schmitz als regen Sänger und Lokalpatriot aus Eschweiler ab und die dazugehörige Anmerkung versprach, dass er an diesem Abend für Live-Musik sorgen würde. Besonders sei die Verbindung zwischen Schmitz und Holz, erklärte Letztere, da beide in ihren Leben bisher zwischen Eschweiler und Berlin tingelten und sich richtig kennenlernten, seit es Holz wieder in ihre Heimat zurückgezogen hatte.

Ehe man sich kulinarischen Genüssen zuwendete, überreichte Walter Meerbach, mit Künstlernamen McSeacreek und einer der ehemaligen Schüler, der Organisatorin ein selbstkreiertes Kunstwerk. Mit Begeisterung und Dank nahm Holz das Geschenk entgegen und sprach ihren Freundinnen Renate und Heiderose gute Besserung aus, da die beiden aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht dem Klassentreffen beiwohnen konnten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert