Eschweiler - „Abischerz“: Frenetischer Beifall auf der letzten Etappe

„Abischerz“: Frenetischer Beifall auf der letzten Etappe

Von: Andreas Röchter
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Wo ist denn nun der Mund? Die Lehrer Francesco Romano (links) und Carsten Gier bissen beim „Schokokuss-Füttern“ kräftig zu.
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Begeistertes Publikum: Die Schüler der BLS trieben die Protagonisten auf der Bühne zu Höchstleistungen an.

Eschweiler. Steilste Anstiege (Klausuren) und rasende Talfahrten (Noten) liegen hinter ihnen! Doch in einem (meist) achtjährigen Kraftakt haben 105 Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule unter dem Motto „Abitour de (Simone) Franks – mit (Carsten) Gier zum Ziel“ alle Hindernisse überwunden, die Ziellinie überquert und die Reifeprüfung bestanden.

Letzteres vollkommen zu Recht, wie sie am Mittwochvormittag eindrucksvoll unter Beweis stellten. Denn als um Punkt 9.55 Uhr in durchaus beachtlicher Dezibel-Zahl die Queen-Hymne „We are the champions“ aus den auf dem Schulhof aufgebauten Boxen erklang, dürfte jedem Zuhörer im Umkreis von ein bis zwei Kilometern klar geworden sein, was nun bevorstand: der „Abischerz“ der Abiturientia 2014 der BLS.

Sofort strömten die Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis elf aus ihren Klassen- und Kursräumen in Richtung Bühne, während es die Damen und Herren Lehrer doch merklich langsamer angehen ließen. Ihnen stand die Frage „Was blüht uns nun schon wieder?“ deutlich auf den sorgenvoll dreinblickenden Gesichtern. „Hinter uns liegt ein hartes Rennen, vor ihnen und uns ein noch härteres“, machten die Abiturienten und Abi­scherz-Moderatoren Steffen Kalz und Thomas Upadek gleich unmissverständlich deutlich.

Für die Jahrgangsstufenleiter Simone Frank und Carsten Gier, die kurz zuvor voller Dynamik auf einem Drahtesel in die Arena „Liebfrauenschul-Schulhof“ eingefahren waren, konnte dies nur bedeuten: „Augen zu und durch!“ Zahlreiche Etappen der „Ehrenkategorie“, die nur unter vollstem Körper- und Kopfeinsatz zu bewältigen waren und die Überquerung der Alpen und Pyrenäen wie einen Klacks aussehen ließen, lagen vor ihnen.

Darüber hinaus präsentierten die Abiturienten ihren Jahrgangsstufenleitern mit Sport- und Englischlehrerin Lisa Schulte und Mathe- und Physiklehrer Francesco Romano ein Duo als Gegner, das weder bei Sprint- noch Bergankünften auch nur eine Zehntelsekunde preisgeben sollte.

Standesgemäß startete die Tortur mit einem Einzelzeitfahren, bei dem sich die vier „Pauker“ wagemutig auf ihre Räder schwangen und den Kampf gegen die Uhr, der einmal über den Schulhof (mit giftigem Anstieg zum Ziel hin) führte, entschlossen annahmen.

Das sich nach wie vor hartnäckig haltende, aber noch niemals bewiesene Gerücht, dass sich Lehrer in absoluten Ausnahmefällen hin und wieder bereits in den Nachmittags- und relativ frühen Abendstunden der Zerstreuung nach einem harten Arbeitstag widmen, erhielt beim Spiel „Fernsehmelodienraten“ allerdings neue Nahrung.

Wie aus der Pistole geschossen kamen nämlich aus allen Lehrermündern die Antworten, als Melodien der im Prinzip unbekannten Fernsehserien „Das Traumschiff“, „Muppet-Show“, „Aktuelles Sportstudio“, „Big-Bang-Theory“, „Die Simpsons“, „Wetten, dass...“, „Wicki“ oder „Der rosarote Panther“ erklangen.

Geschicklichkeit war anschließend beim „Eierwerfen und -fangen“ gefragt, bevor sich auch Schüler auf der Bühne am „Schokokuss-Füttern“ sowie dem „Müllsäckewörterbilden“ beteiligen durften. Abiturient Jan Wolters schlüpfte kurz darauf in die Rolle von „Elton“ und fühlte den „Paukerteams“ beim Spiel „Blamieren oder Kassieren“ sorgfältig auf den Zahn.

In ungeahnte Tonhöhen schraubte Lehrer Heinz-Theo Frings seine Stimme, als er in seine eigene Jugend eintauchte und den Heintje-Klassiker „Mama“ intonierte. Die sicherlich noch anstehende Dopingprobe dürfte aber folgendes Ergebnis zu Tage bringen: Der Deutsch-, Musik- und Philosophielehrer wird des (sichtbaren) Einatmens von Heliumgas auf der Bühne überführt.

Wenig später wurde dann die Ziellinie sichtbar, die die Teams Frank/Gier und Schulte/Romano zeitgleich überquerten. Die Zielflagge schwenkte standesgemäß Schulleiter Bert Schopen: „Schulfrei“ lautete die Ansage an das begeisterte Publikum.

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