Eschweiler - Abfahrt Weisweiler von der Autobahn 4 bleibt

Abfahrt Weisweiler von der Autobahn 4 bleibt

Von: Naima Wolfsperger
Letzte Aktualisierung:
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Bleibt der Autobahnanschluss Weisweiler erhalten oder wird er wie bisher geplant zurückgebaut? Das ist die Frage, auf deren Antwort nicht zuletzt die Gemeinde Inden gespannt wartet. Geht es nach Indener Willen, dann muss die Anbindung unbedingt bleiben. Foto: Guido Jansen

Eschweiler. Die Anschlussstelle Weisweiler bleibt. „Wunderbar“, sagt Bürgermeister Rudi Bertram und freut sich, dass sich die parteiübergreifenden Bemühungen zum Erhalt der Anschlussstelle gelohnt haben.

So ganz kann er seine Überraschung nicht verstecken, denn die Information habe er von offizieller Seite noch nicht erhalten. Informiert wird er durch die Nachfrage unserer Zeitung.

Das Bundesverkehrsministerium teilte der NRW-Landesregierung am Montag mit, dass die Anschlussstelle keine Defizite in Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit und Verkehrsablauf auf der Autobahn 4 mit sich bringe und damit einem Erhalt nichts entgegen stehe.

Freie Fahrt ins Gewerbegebiet

Freie Fahrt also in das neue interkommunale Gewerbegebiet, das in der Region einen entscheidenden wirtschaftlichen Faktor mit Strahlwirkung bilden und Stabilität in der Zeit nach der Braunkohle bieten soll. Das 31 Hektar große Gebiet hinter dem Kraftwerk Weisweiler soll auch Raum für Indu­striebetriebe dienen. „Wir waren uns in der Region ja einig, dass der Erfolg des Gewerbegebiets nur mit dem Erhalt der Anschlussstelle möglich ist“, betont Bürgermeister Bertram die Bedeutung der Entscheidung.

Die Pläne, die Anschlussstelle Weisweiler bei Fertigstellung der Anschlussstelle Luchem aufzugeben stammen aus dem Jahr 1996 und sorgten für Widerstand im Indener und Eschweiler Rathaus, aber auch in der Städteregion Aachen und im Kreis Düren. Die Sachlage sei 1996 eine andere gewesen, der Beschluss überholt, hatte Bürgermeister Rudi Bertram vor etwa einen Jahr gesagt, als sich die partei- und rathausübergreifende Front zum Erhalt der Anschlussstelle bildete.

Wunsch der Region entsprochen

„Für uns ist das ein positives Signal, auf das wir auch gewartet haben“, betont der Eschweiler Bürgermeister seine Zufriedenheit mit der Entwicklung. Auch NRW-Verkehrsminister Michael Groschek begrüßte die Entscheidung des Bundes. „Damit hat der Bund unserem Antrag und dem Wunsch der Region entsprochen.“ Weiter lobt er das Ergebnis als gute Lösung, weil sie den Verkehr auf der A4 nicht behindere, aber vielfältigere Auf- und Abfahrten und damit kürzere Wege ermögliche.

Und „zusätzliche Möglichkeiten für Gewerbeansiedlungen schafft.“ Auf lange Sicht soll das interkommunale Gewerbegebiet nicht nur Arbeitsplätze sichern. In der Bitte um den Erhalt der Anschlussstelle hieß es, dass das Gebiet mit einigem Erfolg sogar Einfluss auf Ansiedlungen nehmen könne. Große Erwartungen, die jetzt zumindest näher scheinen.

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