Ab auf die Bretter: Skatepark wird rundum erneuert

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Neues Gesicht für den Skatepark: Die Anlage am Götz-Briefs-Weg erhält neue Elemente. Ab Montag dürfen die Jugendliche sie testen.

Eschweiler. Der Skatepark ist tot – es lebe der Skatepark! 14 Jahre lang hat die kleine Rollsport-Arena am Götz-Briefs-Weg ihren Dienst getan, hat Anfänger stürzen und Beinahe-Profis durch die Luft fliegen sehen. Jetzt hat die Stadt den Party-Park ausrangiert. Um ihn durch einen brandneuen zu ersetzen. 54.000 Euro investiert die Stadt Eschweiler in die Erneuerung.

Von zwei riesigen Lastwagen laden die Arbeiter verschiedene Betonelemente – auf den ersten Blick lässt sich noch nicht erkennen, dass daraus eine steile Rampe werden soll. Ein Kran bringt die Teile in stundenlanger Rangier-Arbeit in die richtige Reihenfolge. Die bisherigen Holzelemente, die mit Aluminium beschichtet waren, haben ausgedient. Nach Jahren intensiver Nutzung waren sie kaum noch zu gebrauchen.

Die Jugendlichen stellten das schon im vergangenen Jahr fest und wandten sich an Christian Meuskens von der Mobilen Jugendarbeit. „Nach dem Winter war der Park in einem schlechten Zustand“, erzählt Meuskens. „An einigen Elementen fehlten Schrauben oder ganze Ecken.“

Das musste sich dringend ändern. Beim Arbeitskreis „Kinderspielplätze und Jugendtreffpunkte“ stieß man mit dem Anliegen, den Skatepark mit neuen Elementen auszustatten, auf offene Ohren. „Allen war klar, dass hier etwas getan werden musste. Schließlich wird dieser Platz täglich von Kindern und Jugendlichen genutzt“, sagt Olaf Tümmeler, Abteilungsleiter Kinder- und Jugendförderung beim Jugendamt, der sich über die gute Zusammenarbeit zwischen Jugend-, Bau- und Grünflächenamt freut. „Das ist wirklich ein Vorzeigeprojekt.“

Wichtig war Tümmeler und Meuskens, dass vor allem die Nutzer selbst von Beginn an in die Planungen eingebunden werden. Und die Resonanz war riesig. Nicht nur bei den regelmäßigen Treffen, sondern auch in den sozialen Netzwerken wurde eifrig diskutiert. Die Jugendlichen hatten viele Vorschläge zur Neugestaltung ihres Parks. „Es waren wirklich einige tolle Ideen dabei“, meint Meuskens. Auch beim Aufbau kamen viele neugierige Kinder und Jugendliche, um die neuen Elemente auf dem beliebten Jugendtreffpunkt schon einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ein „Hip“, auf welchem die Skater von der einen in die andere Ecke springen können, ein großes Mittelteil, das aus mehreren Elementen zusammengesetzt ist, sowie ein „Quarter“ sind die zentralen Elemente des Parks.

Einzig die so genannte „Wall“ an der Skater und BMX-Fahrer Drehungen ausprobieren können, war noch in einem guten Zustand und wird auch in Zukunft weiter in Anspruch genommen. Kommentare wie „Das ist richtig geil“ oder „Am liebsten würden wir sofort fahren“, hörte man beim Aufbau von den Jugendlichen.

Am Montag soll es dann soweit sein. Dann soll der Platz wieder von Skatern und BMX-Fahrern genutzt werden können. Sprünge, Drehungen und so genannte „Grinds“, bei denen die Fahrer mit ihren Skateboard oder BMX-Rad über die Kanten der Elemente gleiten, dürfen dann wieder ausprobiert werden.

Tümmeler und Meuskens schwebt noch eine weitere Idee vor. „Wir planen zeitnah ein Graffiti-Projekt, damit wir hier noch ein bisschen Farbe reinbekommen“, meint Tümmeler. „Das kam schon beim letzten Mal im Jahr 2009 sehr gut an und ist ein toller Blickfang für die Stadt.“

Am 14. September soll der Park dann offiziell eröffnet und an die Nutzer übergeben werden. Doch bis dahin werden die Jugendlichen ihren neuen Skatepark bereits ausgetestet haben.

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