850.000 Euro für die Sanierung der Eschweiler Schulen

Von: Anja Klingbeil
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Nach 30 Jahren hatte die Sport
Nach 30 Jahren hatte die Sporthalle Ost einen neuen Boden auch wirklich nötig: Dieser wird derzeit verlegt. Foto: Anja Klingbeil

Eschweiler. Wo sonst die Köpfe der Pennäler beim Pauken rauchen, dröhnen nun die Bohrmaschinen: Am städtischen Gymnasium an der Peter-Paul-Straße wird mächtig in die Hände gespuckt. Im Gebäude sind die Handwerker eifrig bei der Sache.

Alle Lampen in der Einrichtung werden derzeit ausgetauscht oder besser gesagt: energetisch optimiert. 162.000 Euro lässt sich die Stadt Eschweiler das kosten. 40.500 Euro gibt es als Fördermittel aus der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Mit Installation der 700 modernen Leuchten spart die Stadt in den kommenden Jahren wiederum viel Geld ein. „Der Verbrauch an Energie wird sich deutlich reduzieren”, sagt Helmut Gühsgen, Amtsleiter Bauverwaltung und Gebäudemanagement. Getreu dem Slogan „Eschweiler - mit Energie in die Zukunft” stattet die Stadt nach und nach öffentliche Gebäude mit energiesparenden Birnen aus.

40 Prozent Strom gespart

Gespart wird vor allen Dingen dadurch, dass die Lampen mit einem so genannten Präsenzmelder verbunden sind. Heißt: Nur, wenn auch wirklich jemand in einem der Klassenräume oder in der Turnhalle ist, brennt das Licht. Vergisst mal ein Lehrer oder Schüler, die Beleuchtung auszuschalten, erledigt das die Anlage nach einer gewissen Zeit. Zudem ist die Steuerung tageslichtabhängig. Gühsgen rechnet allein für das Hauptgebäude mit einer Ersparnis von zirka 93.000 Euro Kilowatt Strom. Mit den bisherigen Maßnahmen hat die Stadt ihre Energiekosten bereits um 40 Prozent reduzieren können. Auch den Schülern könnte angesichts der neuen Lampen ein Licht aufgehen: Die sind nämlich echtem Tageslicht viel ähnlicher - so sind Fehler vielleicht direkt auf den ersten Blick zu sehen.

Doch nicht nur am städtischen Gymnasium wird in den Ferien fleißig gewerkelt. Insgesamt rund 850.000 Euro fließen in die Sanierung der Eschweiler Schulen. Das fängt bei kleineren Schönheitsreparaturen an: So erhält etwa die Grundschule in Weisweiler neue Sanitäranlagen. In der Grundschule Dürwiß müssen noch Restarbeiten in der Turnhalle fertiggestellt werden, dort wird auch eine kleine Bühne aufgebaut. Ein neues Dach bekommt die Grundschule in Eschweiler-Bohl.

Mehr einer Baustelle denn einer Turnhalle gleicht derzeit das Gebäude an der Lessingstraße. Weißer Staub wabert durch die Luft. Der Boden wurde komplett aus der Sporthalle herausgerissen.

Bessere Dämmung

„Das war nach 30 Jahren auch dringend nötig. Die Gebrauchsspuren waren natürlich immens”, sagt Horst Goldermann, Geschäftsführer von der APB Planungsgesellschaft. Er ist für die Maßnahme verantwortlich.

300.000 Euro kostet der schmucke neue Boden, der verlegt und bei der Wiedereröffnung in Rot und Gelb erstrahlen wird. Der Belag ist zudem besser gedämmt als sein Vorgänger, da er auf einem Untergrund von dicken Styropor-Platten liegt. Insgesamt zehn Wochen hat Goldermann für die Verlegung der 1400 Quadratmeter Schwingboden veranschlagt. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan”, sagt er. Erst ab dem 17. September ist somit wieder eine Nutzung der Halle möglich.

Ist der Boden erst einmal fertig, erhält die Sporthalle Ost noch ein weiteres Highlight: eine funkelnagelneue Tribüne. Sie soll Platz für 450 Zuschauer bieten. Neuer Standort wird direkt gegenüber den alten Zuschauerrängen sein. „Außerdem ist Bühne elektronisch verfahrbar”, sagt Goldermann, kann also je nach Bedarf ein- und ausgefahren werden.

Alle Baumaßnahmen, außer jene an der Sporthalle Ost, sollen innerhalb der Ferien abgeschlossen werden, so dass in den Schulen bald wieder nur die Köpfe rauchen werden.
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