79 Oldtimer bei der 16. Classictour des Eschweiler Automobilclubs

Von: Tobias Röber
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Eschweiler
Bei bestem Wetter kamen die Teilnehmer am Samstag auf dem Eschweiler Marktplatz an. Foto: Tobias Röber
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Dauerbrenner: Karl Cosler aus Eschweiler, hier mit Beifahrer Jack Lawendel war bei allen Eschweiler Classictouren dabei. Foto: Tobias Röber
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Eine letzte Prüfung: Kurz vor dem Ziel am Marktplatz mussten die Fahrer noch mal ihr Geschick beweisen. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Am Ende waren so ziemlich alle Beteiligten zufrieden. Gut, der eine oder die andere hätte sich vielleicht eine Platzierung weiter vorne im Klassement gewünscht, aber als Fazit der 16. Classictour des Automobilclubs Eschweiler kann man nur sagen: rundum gelungen.

Am frühen Samstagmorgen, als noch gar nicht alle Geschäfte ihren Betrieb aufgenommen hatten, tat sich in der Grabenstraße bereits einiges. 79 Wagen hatten sich zur 16. Eschweiler Classictour, einer Oldtimerfahrt für historische Automobile, angemeldet. ab 9.20 Uhr rollten die „alten Schätzchen“ einzeln durch die Straße, um im Anschluss auf Tour durch die Region zu gehen.

Von Thunderbird bis Spitfire

Moderator Mike Gries konnte derweil zu jedem Auto etwas erzählen, teils auch lustige Anekdoten. Nicht zu vergessen die Spitznamen so mancher Wagen. Der Vorsitzende des ausrichtenden Vereins etwa, Lars Dohmen, fuhr als Begleitwagen in seiner „Krawallbüchse“ mit und auch eine „Amazone“ war am Start. Dahinter verbarg sich ein Volvo P121 Amazon, wie Gries erläuterte. Autofreunde kamen voll auf ihre Kosten. Ein paar Beispiele gefällig? An den Start gingen unter anderem: Alfa Romeo Spider Veloce 1750, Porsche 911, BMW 600, Chevrolet Corvette C3 Coupé, Morgan Plus 8, Alfa Romeo 2000 GTA, Triumph TR 250 A, Fiat Sport Spider CS 2, Ford Thunderbird, GM Dytona Replica, VW Karmann Ghia, Triumph Spitfire MK3 und auch ein Mercedes Benz 190b (Ponton), der bereits seit dem Jahr 1956 im Familienbesitz ist, war zu sehen. Bei der Eschweiler Classictour waren ausschließlich Oldtimer, also Fahrzeuge bis Baujahr 1987, zugelassen.

Bei jeder Tour dabei

Einen Dauerbrenner stellte der Moderator ebenfalls vor: Der Indestädter Karl Cosler, dieses Mal mit Beifahrer Jack Lawendel und einem MG A unterwegs, hat noch keine Classictour in Eschweiler verpasst.

Während sich die Teilnehmer ihren Weg durch die Region bahnten, zog der Tross des Automobilclubs Eschweiler um – von der Grabenstraße zum Marktplatz. am Nachmittag kamen die ersten Teilnehmer dort an. Kurz vor der Ziellinie mussten sie eine letzte Prüfung (auf der Strecke hatten zuvor bereits einige andere Prüfungen angestanden) absolvieren, bei der es um Geschicklichkeit und gutes Augenmaß ging.

Es war ein schönes Bild, als am Nachmittag sämtliche Oldtimer auf dem Marktplatz geparkt hatten. Mike Gries empfing die Teilnehmer gewohnt kompetent und wer die Geschichten und Daten zu den Wagen am Morgen noch nicht gehört hatte, lernte nun viele Details der Oldtimer kennen.

Zudem bat Gries immer wieder Motorsportexperten zu sich, um mit ihnen kurze Interviews zu führen. Unter anderem standen der ehemalige und jetzige Ehrenvorsitzende des Eschweiler Automobilclubs, Arnold Packbier, sowie Motorsportler Jürgen Plumm Rede und Antwort.

Genehmigung der Durchfahrten

Als der aktuelle Vorsitzende Lars Dohmen seine „Krawallbüchse“ geparkt hatte, wurde auch er ans Mikrofon gebeten. Er wollte aber lieber nicht über sich selbst, sondern ein Lob aussprechen. „Ich möchte allen danken, die zum gelingen der 16. Classictour beigetragen haben“, sagte er. Im Vorfeld gab es wie bei jeder Classictour viel zu tun. So müssen die Durchfahrten durch jeden einzelnen Ort einzeln genehmigt werden, wie Mike Gries den zahlreichen Zuhörern auf dem Marktplatz erklärte. Bei der Veranstaltung kam es einmal mehr nicht auf das Erzielen der Höchstgeschwindigkeit oder Bestzeit an, sondern auf das richtige Auffinden der Strecke nach den Vorgaben des Veranstalters. Das Einhalten der Idealstrecke wurde dabei kontrolliert. Für Neueinsteiger gab es übrigens am Freitagabend eine Informationsveranstaltung, bei der man unter anderem das Bordbuch kennenlernen konnte.

Am Abend zogen die Motorsportler dann ein weiteres mal um. Die Siegerehrung fand nämlich in der Festhalle Dürwiß statt.

Drei Klassen gewertet

Gestartet und gewertet wurde in drei Klassen: Touristik, Tourensport und Sport. Zudem gab es auch wieder eine Mannschaftswertung. In dieser belegte der Ausrichter mit den Duos Heinz Mundt/Werner Scholles (Morgan Plus 8), Markus und Roman Geisler (GM Dytona Replica), Manfred Beck/Andreas Schneider (Triumph TR 4) sowie Helga Beese/Gudrun Bein (Morgan Plus 4) den 4. Platz. Es gewann die Mannschaft Ecurie Aix-la-Chapelle mit Rainer Keuser/Walter Hörber (Triumph TR 250), Hans und Klara Lautermann (Porsche 924), Thomas und Claudia Oberle (Fiat 500), Martin Landrock/Carina Grabowski-Landrock (Porsche 944) sowie Leo Karaskiewicz/Ronny Denzer (Karmann Ghia). Zweiter wurde das Team Königreich Belgien, Dritter der MSC Dülken.

In der Klasse Touristik gewannen Thomas und Claudia Oberle und auch in der Klasse Tourensport ging der Sieg an den Club Ecurie Aix-la-Chapelle: Das Vater-Tochter-Gespann Hans und Klara Lautermann hatte die Nase am Ende vorn.

Die Klasse Sport ging an Alexander Kremer und Klaus Schewior aus Jüchen, die mit einem BMW 1802 an der Classictour teilnahmen. Das Duo hatte diese Klasse bereits in den Jahren 2013 und 2014 für sich entschieden.

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