72 Hauptschüler gehen jetzt neue Wege

Von: ran
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Gehen als Absolventen der Adam-Ries-Schule „Neue Wege“: Die Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Gemeinschaftshauptschule der Stadt Eschweiler wurden am Freitagvormittag feierlich verabschiedet. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ihr Motto lautet „Neue Wege gehen“: 72 Schüler der Adam-Ries-Schule, Gemeinschaftshauptschule der Stadt Eschweiler, erhielten am Freitagvormittag in der Aula des Schulzentrums Jahnstraße ihre Abschlusszeugnisse und wurden im Rahmen einer würdevollen und kurzweiligen Feierstunde verabschiedet.

Ab sofort heißt es für die Jugendlichen also, den Blick nach vorne zu richten und unausgetretene Pfade zu beschreiten. Doch während der Entlassfeier schwelgten die Absolventen noch einmal in Erinnerungen, schauten gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Astrid Scheib, Heike Grundmann, Heike Keimes und Ursula Wolf zurück auf schöne und manchmal auch schwierige Momente, freuten sich über ihren Abschluss und verbrachten auch einige wehmütige Augenblicke im Kreis der Schulfamilie.

Leistungen gewürdigt

„Heute habt ihr einen wirklichen Anlass zu feiern“, begrüßte Schulleiterin Birgit Schultes-Zartmann die nun ehemaligen Adam-Ries-Schüler sowie deren Familien und Freunde, um daran anschließend die Leistungen der Schulabgänger zu würdigen. „Unter euch sind 18 Schüler, die die Adam-Ries-Schule mit der Fachoberschulreife, also dem Realschulabschluss, im Gepäck verlassen. Fünf dieser Schüler haben sogar die Empfehlung für die Sekundarstufe II“, unterstrich die Schulleiterin.

Darüber hinaus hätten sieben Schüler mit besonderem Förderbedarf einen Abschluss gemacht, fünf davon den regulären Hauptschulabschluss nach Klasse zehn, zwei den Hauptschulabschluss nach Jahrgangsstufe neun. Das Motto „Neue Wege gehen“, von den Schülern leicht abgeändert in den Satz „Wir haben gelernt zu subtrahieren, jetzt ziehen wir ab!“, sei ein wichtiger Fingerzeig.

„Wir wünschen uns, dass mehr Schülern von uns als bisher der direkte Weg in eine berufliche Ausbildung gelingt. Deshalb auch mein Aufruf an die Betriebe, unseren Schülern eine Chance zu geben. Denn sie sind es, die nach dem Abschluss der Ausbildung in den Betrieben bleiben“, so die Forderung von Birgit Schultes-Zartmann, die ausdrücklich erklärte, es gebe klare Gründe, stolz auf die Adam-Ries-Schule zu sein. „Auch, weil wir die letzte nicht auslaufende Hauptschule im gesamten Altkreis Aachen sind und über stabile Anmeldezahlen verfügen!“

„In guter Erinnerung“

Dies liege nicht zuletzt daran, dass die Verantwortlichen der Stadt Eschweiler die Bedeutung der Schule erkannt hätten und diese unterstützten und förderten. Den Schülern rief Birgit Schultes-Zartmann zu, ihre Potenziale auszuschöpfen. „Nur wer das Ziel kennt, findet den Weg. Ich werde euch in guter Erinnerung behalten“, so ihr Schlusswort.

Schulamtsleiterin Petra Seeger überbrachte zunächst die Glückwünsche von Bürgermeister Rudi Bertram und machte deutlich, dass die Entscheidung, das Gebäude der Adam-Ries-Schule zu sanieren und damit die Gemeinschaftshauptschule zu fördern, richtig gewesen sei.

Die Anmeldezahlen sowie das großartige Engagement der Schulleitung und des Lehrerkollegiums sprächen Bände. „Ihr Schüler habt nun eine Etappe auf eurem Lebensweg erfolgreich absolviert. Doch noch liegt ein weiter Weg vor euch. Sollten euch auf den weiteren Etappen Steine den Weg versperren, verzagt nicht, sondern sucht nach anderen Wegen“, schrieb Petra Seeger den Schulabgängern in deren Stammbücher.

Lobend erwähnte die Schulamtsleiterin, dass an der Adam-Ries-Schule das Thema Inklusion seit Jahren gelebt werde. „Ob Migranten oder Schüler mit besonderem Förderbedarf. Hier herrscht eine vorbildliche Willkommenskultur!“ Mit einem Appell an die Schüler beendete Petra Seeger ihre Ausführungen: „Nehmt euch ein Beispiel an eurer nun ehemaligen Schule. Setzt euch ein für die Schwächeren innerhalb der Gesellschaft. Engagiert euch!“, so die Bitte.

Musikalische Einlagen

Anschließend führten die (Ex-)Schülerinnen Jamela Avramidis, Patrycja Janas und Celine Führer durch ein abwechslungsreiches Programm, das mit musikalischen Einlagen von Schülern der fünften Jahrgangsstufe sowie des Lehrer-Duos Heike Keimes und Stefan Pütz, Power-Point-Präsentationen mit Bildern der Abschlussfahrt, einem Quiz, bei dem der beste Kollegenkenner innerhalb der Lehrerschaft ausfindig gemacht wurde, einem Sketch, drei Dschungelprüfungen sowie einem von Fatma Cengiz, Dana Verhaegen und Diana Kocgazi vorgetragenen Gedicht gespickt war. Dann folgte der Moment der Wahrheit: die Zeugnisausgabe! Der Rest war Freude und Wehmut.

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