68 schnelle Kilometer auf dem Stadtkurs

Von: Irmgard Röhseler und Andreas Röchter
Letzte Aktualisierung:
Inderadsport
Hochklassig besetzte Fahrerfelder haben beim 1. Indeland-Radsporttag für ein spannendes Rennen gesorgt. Insgesamt schwangen sich über 500 Sportler auf die Sättel und wetteiferten vor einer mitfiebernden Zuschauerkulisse um Siege und Pokale. Foto: Irmgard Röhseler

Eschweiler. Warum in die Ferne schweifen, wenn man eine „Tour de Eschweiler” in der eigenen Stadt erleben darf? Dank Rüdiger Systermans, sportlicher Leiter des Teams Kuota-Indeland, hatte die zündende Idee.

Er konnte die Stadt Eschweiler und die ESG-Radsportabteilung als Mitorganisatoren sowie die Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH und die Raiffeisen-Bank Eschweiler als Sponsoren für eine tolle Veranstaltung begeistern. 15 radsportlose Jahre gingen am Sonntag in Eschweiler zu Ende.

Über 500 Sportler schwangen sich beim 1. Indeland-Radsporttag auf die Sättel. Und hier machten sich nicht nur Profis wie Thomas Fothen und Markus Eichler vom Team Milram auf den 1,7 Kilometer langen Rundkurs (Start und Ziel an der Uferstraße, Neustraße, Grabenstraße, Hospitalsgasse, Franzstraße, Bismarckstraße, Hompeschstraße), sondern auch Kinder und Jugendliche aus der Indestadt und Umgebung.

Einmal die Strecke zu fahren, wo auch die großen Radprofis in die Pedale treten, war schon ein unvergessliches Erlebnis für den Nachwuchs. Natürlich lockten auch attraktive Preise. Eschweiler Bürger und Geschäftsleute zeigten sich äußerst spendabel und so konnten in den einzelnen Rennklassen über 200 Rundenprämien gewonnen werden.

Während die Jugendlichen bestens ausgerüstet ihren großen Idolen nacheiferten und richtig Gas gaben, dass einem manchmal angst und bange wurde, ließen es die Kleinen (teilweise mit Stützrädern) etwas gemächlicher angehen - und teilweise von Papa auf dem Fahrrad oder Mama im Laufschritt begleitet. Hauptsache, dabei sein. Hauptsache, das Ziel erreichen. Und das erreichten sie alle. Und zwar unversehrt.

Das Gros des Publikums konzentrierte sich auf den Start-Ziel-Bereich, wo die Musik spielte - im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne, auch wenn die Interviews mit den Fahrern via Lautsprecher an die Strecke übertragen wurden. Dort hieß es für diejenigen, die auf das den Tag krönende Profi-Rennen warteten, sich etwas mit Geduld zu wappnen.

Mehr als 50 Topfahrer gingen erst am späten Sonntagnachmittag auf die 68 Kilometer lange Strecke durch die Eschweiler Innenstadt. Der 1700 Meter lange Rundkurs, der 40 Mal bewältigt werden musste, forderte mit seinen zahlreichen Kurven und Richtungswechseln höchste Konzentration.

Im Zielspurt musste sich dabei Dennis Pohl vom Stolberger Profi-Team Kuota-Indeland beim Rennen der Elite- und Profifahrer um den „Preis der Raiffeisen-Bank” geschlagen und mit Platz 2 zufrieden geben. Niemand geringerer als Tour de France-Etappensieger Marcus Burghardt vom Team Columbia war um einen Wimpernschlag schneller. Auf den dritten Rang sprintete Markus Eichler, der die Farben des Teams Milram trägt.

Schon nach wenigen Runden hatte sich mit Paul Budach (Racing Team Hürtgenwald), Stefan Parinussa (Team Sparkasse) und Horst Michaelis (RSV Team Mettmann) ein Trio abgesetzt.

Doch vor allem die mit neun Fahrern angetretene Mannschaft des Teams Kuota-Indeland sorgte dafür, dass das Feld Anschluss hielt. Und nicht nur das: Sowohl Matthias Bertling als auch Oliver Johr setzten sich vor heimischer Kulisse in Szene und führten das Feld zwischenzeitlich an.

Zur Hälfte des Rennens zeigte sich dann Björn Glasner, der gemeinsam mit Marcus Burghardt und Thomas Fothen (Team Milram) das Weite suchte.Doch auch diesem Top-Trio gelang es nicht, das Feld zu distanzieren.

Einen letzten Versuch unternahm schließlich Luke Roberts vom Team Kuota Indeland. Der Mannschaftsverfolgungs-Olympiasieger aus Australien setzte sich acht Runden vor Schluss ab und fuhr einen kleinen Vorsprung heraus. Fünf Kilometer vor der Zielankunft endete jedoch auch dieses Abenteuer.

So fiel die Entscheidung im Spurt. Hier spielte Marcus Burghardt seine Erfahrung aus und distanzierte Dennis Pohl und Markus Eichler.

„Das Team Kuota-Indeland war heute sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr stark. Als Einzelstarter musste ich deshalb pokern. Aber als deutlich wurde, dass es zum Spurt kommen würde, habe ich meine Chance gewittert”, so der Sieger im Ziel.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert