62 Fußballfelder warten auf Gewerbeansiedlungen

Von: rpm/tob
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Eschweiler. Eigens für einen der bedeutendsten Global Player auf dem Papiermarkt war das Gewerbegebiet nahe dem RWE-Kraftwerk Weisweiler vor Jahren entwickelt worden. Doch die Papierfabrik, die der finnische Konzern Metsä Tissue hier errichten wollte, baute er dann doch lieber im billigeren Polen.

Und auch Konkurrent Schoellershammer aus Niederau-Krauthausen, der 2007 ankündigte, hier 60 Millionen Euro investieren und bis 2010 eine Papierstraße mit 80 Arbeitsplätzen bauen zu wollen, überlegte es sich anders. Das Areal mit der Größe von 62 Fußballfeldern blieb ungenutzt.

Das soll nun endgültig anders werden: Der Weg zum interkommunalen Gewerbegebiet „Inden/Eschweiler – Am Grachtweg“ ist frei. Der Haupt- und Finanzausschuss des Eschweiler Stadtrats sprach sich Dienstagabend einstimmig für eine solche Nutzung aus. Die Bestätigung durch den Stadtrat Mitte Dezember vorausgesetzt, steht dem Projekt nichts mehr im Weg. Mit Inden und dem RWE waren im Vorfeld intensive Verhandlungen geführt und Übereinstimmung erreicht worden. Bei dem Gebiet handelt es sich um eine ans Kraftwerk angrenzende, 31 Hektar große Fläche „Am Grachtweg“. Bis auf ein kleines Teilstück, das die Gemeinde Inden besitzt, gehört die Fläche fast ausnahmslos dem Kraftwerksbetreiber, der die Fläche entsprechend der Nachfrage in zwei Abschnitten erschließen soll.

3,75 Millionen Euro

Die Erschließungskosten (Straßenbau, Versorgungsleitungen, Kanalisation, Straßenbeleuchtung etc.) von rund 3,75 Millionen Euro gehen vollständig zu Lasten des RWE, die Stadt Eschweiler bleibt sich aus der Tasche. Das gilt allerdings nicht für die Kosten von Betrieb und Unterhaltung des Areals, deren Höhe noch völlig offen ist. Hier haben sich Inden und Eschweiler in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung darauf geeinigt, jeweils die Hälfte der Sach- und Dienstleistungsaufwendung sowie Personalkosten zu tragen.

Für die Einnahmen gilt dieser 50:50-Schlüssel allerdings nicht: Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer sowie die Einnahmen aus Konzessionen (Strom, Gas, Wasser) sollen in voller Höhe bei der jeweiligen Gebietskörperschaft verbleiben.

Die Vermarktung der Grundstücke innerhalb des Gewerbegebiets soll Sache der RWE Power AG als Grundstückseigentümerin sein.

Die Mitgliedes des Haupt- und Finanzausschusses begrüßten am Dienstag unisono das Vorhaben und beauftragten die Stadt, das Projekt mit den jeweilig zuständigen kommunalen Aufsichtsbehörden endzuverhandeln.

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