Eschweiler - 609 Bürger unterschreiben gegen den Röher Solarpark

609 Bürger unterschreiben gegen den Röher Solarpark

Von: pan
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Überreichten die 609 Unterschriften an Bürgermeister Rudi Bertram (Mitte): Patrik Becker, Dorothee Schmitz, Hans Dieter Büttgen und Klaus Fehr.

Eschweiler. Die Menschen in Röhe sind optimistisch, ihren Fest- und Sportplatz erhalten zu können. Am Montag überreichten Vertreter der Interessengemeinschaft der Ortsvereine eine Unterschriftenliste mit 609 Signaturen an Bürgermeister Rudi Bertram. Damit will die Vereinigung zum Ausdruck bringen, dass vielen Röhern etwas am Bestand des Platzes liegt.

Gleichzeitig versprach der IG-Vorsitzende Hans Dieter Büttgen, dass sich die Vereine an einem zukünftigen Konzept für das Areal beteiligen wollen. Man dürfe aber keine großen finanziellen Dinge erwarten.

Der ehemalige Sportplatz an der Autobahn, der schon seit einigen Jahren nicht mehr für den Ligabetrieb genutzt wird, soll in einen Solarpark umgewandelt werden. Die Stadtverwaltung hat einen Interessenten dafür. Die Pläne befinden sich derzeit in der sogenannten Offenlage. Das bedeutet, dass Bürger und Verbände Bedenken und Anregungen einreichen können. Erst Monate nach Bekanntwerden der Pläne regte sich in Röhe der Protest. „Wir mussten erst selbst überlegen, wie ein Konzept für den Sportplatz aussehen kann. Nur für ein Martinsfeuer im Jahr kann man ihn sicherlich nicht bestehen lassen“, räumt Büttgen ein.

17 Organisationen sind der Interessengemeinschaft angeschlossen. Entsprechend breit aufgestellt ist der Protest. „Wir mussten uns für die 609 Unterschriften nicht großartig anstrengen“, berichtet Büttgen. Will sagen: Die überwältigende Mehrheit der Röher setzt sich für den Sportplatz ein. Im nächsten Jahr will der Maiclub dort sein Festzelt aufstellen, da die Größe der Mehrzweckhalle nicht ausreicht.

Dass das Gelände durchaus auch in der Kritik stand, darüber berichtete Bürgermeister Rudi Bertram: „Von Hundeklo und nächtlichem Lärm war die Rede.“ Da der Sportplatz immer mehr zu verkommen drohte, habe man in der Verwaltung nach einer Alternative gesucht. Die Nähe zur Autobahn 4 machte ein neues Baugebiet unmöglich. Schließlich kam die Idee, dort einen Solarpark bauen zu lassen. „Damit wären die Pflege und die Sicherheit auf dem Gelände gewährleistet“, begründete Bürgermeister Bertram die Idee. Ein interessierter Investor stehe bereit, so der Verwaltungschef.

In Gesprächen mit den Parteien haben die Röher den Eindruck gewonnen, dass der Festplatz eine Zukunft hat. Die Vereine wollen sich in Zukunft stärker einbinden lassen, konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht. „Wir werden uns sofort nach der Entscheidung zum Solarpark mit der Stadtverwaltung zusammensetzen und zügig ein Konzept erarbeiten“, betont Büttgen. Die Unterschriftenliste fließt nun in den Abwägungsprozess der Politiker ein.

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