50 Deutschkurse pro Jahr erleichtern vieles

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Gibts bereits in Stuttgart, an der Eschweiler Volkshochschule allerdings noch nicht: Mundart-Sprachkurse für Ausländer zwecks besserer Integration. Foto: imago/Horst Rudel

Eschweiler. In einer Feierstunde haben Bürgermeister Rudi Bertram und VHS-Fachbereichsleiterin Marga Müller in der Volkshochschule gemeinsam auf die letzten 35 Jahre Deutschkurse zurückgeblickt.

Mitglieder des Stadtrates, der Verwaltung, VHS-Lehrkräfte, Kursteilnehmer/innen und Gäste nahmen am Festakt im VHS-Haus teil. Bürgermeister Rudi Bertram lobte die Fachbereichsentwicklung und beleuchtete dabei vor allem Aspekte einer interkulturellen Öffnung der Aufnahmegesellschaft und der Willkommens- und Anerkennungskultur: „Die Volkshochschule ist der wahre Ort der Integration, ein Ort der Willkommenskultur.”

Marga Müller, die seit 2005 den Sprachenbereich und Deutsch als Fremdsprache/Integrationskurse leitet, fasste die Fachbereichsgeschichte kurz zusammen:

Vor 35 Jahren organisierte der damalige Leiter der VHS Siegfrid Tschinkel die ersten Deutschkurse. Einer der ersten Lehrer war Dr. Bernd Mönnighoff und der Kurs hieß „Deutsch für Ausländer”. Ein Jahr später kam Maximilian Effertz und sein Kurs hieß „Deutsch für Asylbewerber”. 1980 kam Vjera Miladinovic, die an der VHS immer noch arbeitet. Heute arbeiten 16 Lehrkräfte in diesem Fachbereich, viele mit Prüferlizenzen und Zusatzqualifikationen. Pro Jahr werden ca. 50 Deutschkurse durchgeführt. Seit 2005 arbeitet die VHS eng mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zusammen. Gemeinsam führen sie eine Reihe von Integrationskursen durch. Seit 2009 ist die VHS ein Prüfungszentrum vom Telc, dem größten Prüfungsanbieter in Deutschland.

Marga Müller hat in ihren letzten 45 Arbeitswochen fast 1700 Interessenten beraten. „Dieser Fachbereich ist groß geworden. Zu uns kommen Interessenten aus der ganzen Region, viele auch von außerhalb”. Viele diese Aktivitäten im Rahmen der Integration kann sie als Volkshochschule nur in Kooperation durchführen. „Gemeinsam mit BAMF und einer engen Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, mit der Ausländerbehörde, mit dem Caritasverband und allen anderen Kooperationspartnern und Trägern können wir dies ermöglichen. Ihnen allen, hier v.a. dem Regionalkoordinator vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Herrn Jörg Rosal sowie den Pressevertretern, die über unsere Arbeit stets berichten, gilt mein herzliches Dank”, so Müller.

Als Symbol der Einheit und der Entschlossenheit, die Integration fortzusetzen, hat die Volkshochschule eine „Plattform der Integration” vorbereitet, die aus mehreren Teilen besteht. Damit setzten der Bürgermeister, die Verantwortlichen und die Vertreter der Kursteilnehmer/innen in der VHS Eschweiler und in der Stadt den Weg fort, den man vor 35 Jahren begonnen hatte.

Zum Schluss kam eine musikalische Abwechslung. Viele VHS-Teilnehmer/innen sangen in der musikalischen Pianobegleitung von Müller ein neues Lied über die Eschweiler - die neue Heimat vieler Zuwanderer, ein Ort der Begegnung, der Arbeit, des Lernens und des Friedens. Danach durften sich alle auf ein Erfrischungsgetränk und ausländische Spezialitäten freuen. Mit diesem Empfang und mit einigen Tänzen dankten die VHS-Teilnehmer für den Unterricht und die Willkommenskultur.
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