4000 Menschen in vier Jahren Deutsch beigebracht

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Eschweiler. Bei den VHS-Deutschkursen für Menschen mit Migrationshintergrund brummt und summt es wie im Bienenstock. Das berichtete die Eschweiler Volkshochschule im Kulturausschuss. Jetzt liegen genauere Zahlen vor.

Danach haben allein im laufenden Jahr rund 800 Personen ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessert, 169 legten Prüfungen ab, davon wieder 84 die sogenannte B-1-Zertifikatsprüfung (als 3. Prüfungsstufe) und 85 den Einbürgerungstest: 98,8 Prozent bestanden die Prüfungen erfolgreich!

Was ist das Geheimnis dieses Erfolgs? Malgorzata Müller, in der Volkshochschule verantwortlich für alles, was mit „Sprachen” zu tun hat: „Es gibt kein Geheimnis. Es ist die Arbeit, die wir ganz ernst nehmen - denn es geht hier um Menschen. Täglich kommen mehrere zur Sprachberatung zu mir, viele sogar aus Aachen, Düren und aus der Umgebung. In 45 Arbeitswochen sind 1273 Menschen von mir beraten worden.”

Die kulturelle Vielfalt ist enorm. Die Probleme sind oft groß. Motto der Eschweiler Volkshochschule: Die interkulturelle und oft genug auch mehrsprachige Beratung findet auf Augenhöhe statt und beschränkt sich nicht nur auf das Problem der mangelnden Sprachkenntnis und der Suche nach einer guten individuellen Lösung. Sie beschränkt sich auch nicht nur auf die Hilfe bei Anträgen, zu den Deutsch- und Integrationskursen zugelassen oder (wegen geringen Einkommens) von den Kosten befreit zu werden.

VHS-Leiter Schmidt: „Oft genug setzt sich Marga Müller dafür ein, Lösungen für persönliche, berufli-che, soziale und familiäre Probleme voranzubringen. Denn wer einen freien Kopf hat, kann besser lernen. Dabei arbeitet sie mit den anderen Institutionen vor Ort eng zusammen - u.a. mit der ARGE, dem Jugendamt, der Ausländerbehörde und mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Zusammenarbeit ist mit allen sehr gut, und so sind die Erfolge programmiert.” Es ist quasi ein Netzwerk: Alle Beteiligten wollen helfen.

Die VHS hat inzwischen 16 qualifizierte Lehrkräfte in diesem Bereich. Sie sind Brückenbauer, Integrationspaten und manchmal auch Konfliktmoderatoren.
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