Eschweiler - 4. Eschweiler Waldtag: Fleißige Bienen arbeiten auch am Wochenende

4. Eschweiler Waldtag: Fleißige Bienen arbeiten auch am Wochenende

Von: lbe
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Früh übt sich: Der dreijähr
Früh übt sich: Der dreijährige Julian Dünnebier zersägte den Ast (mit Papas Hilfe) in Rekordgeschwindigkeit. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Es ist ruhig im Wald, nahezu still. Lediglich der Wind macht sich bemerkbar, indem er die Blätter der Bäume immer und immer wieder zum Rascheln bringt. Dann fallen die ersten Regentropfen und prallen auf die Baumkronen nieder. Mitten im Stadtwald bleibt es erstaunlicherweise halbwegs trocken.

Die vielen Bäume bieten Schutz, wenngleich hin und wieder ein bunter Regenschirm oder eine Regenjacke das grün-braune Bild auflockern. Beim vierten Eschweiler Waldtag regieren die Gummistiefel.

„Bei schönem Wetter waren schon bis zu 5000 Leute hier”, so Försterin Susanne Gohde. Nun ist der Andrang recht mau. Doch gerade dies bietet den wenigen Besuchern eine ganz besondere Atmosphäre. „Heute fahren hier keine Autos”, sagt Gohde. Hin und wieder erklingen Hufgetrappel, der kratzende Ton einer Säge oder ein paar vereinzelte Stimmen der Besucher. Sie tummeln sich vor den vielen Ständen, um Blicke und Informationen rund um das Thema Wald zu erhaschen.

Zumeist beginnt der Weg durch den Wald am Forsthaus. Dort können die kleinsten Waldbesucher Fotos machen lassen und ausgestopfte Tiere bestaunen. Marderhunde, Füchse oder Dachse sieht man schließlich nicht jeden Tag.

Gleich daneben sitzt Chiara auf dem Arm von Ruth Langner des Hegerings Eschweiler. Chiara ist ein Rotschwanzbussard und somit etwas ganz Besonderes. Sie stammt aus Nordamerika, genauer gesagt: „Chiara ist aus Kanada”, erklärt Ruth Langner und streichelt ihr sanft über den Kopf.

Dann schallen viele neugierige Kinderstimmen durch den Wald. Sie versammeln sich vor der mobilen Saftpresse Monnartz. Kein Wunder, denn der Geruch von frischen Äpfeln zieht sie nahezu magisch zu dem Stand. „Die Kinder müssen ein wenig aufpassen”, erklärt Susanne Gohde. „Wenn der Saft so frisch ist wie dieser, schlägt es schon mal auf den Magen.” Schließlich trinken die Mädchen und Jungen selten Apfelsaft, der einige Sekunden zuvor noch als ganze Frucht in ihren Händchen lag. Die Kinder sind begeistert, ganz egal ob es regnet oder ein wenig Wind durch den Stadtwald weht. Auf dem Weg zu weiteren Ständen warten schließlich noch Luftballons und viele kleine Aufgaben, die sie absolvieren können. So zum Beispiel auch das Zersägen eines kleinen Baumstammes. Stolze 500 Gramm soll er wiegen. Auch der dreijährige Julian Dünnebier versucht sein Glück. Petra Röllicke von der Arbeitsgemeinschaft Bildung für nachhaltige Entwicklung Bine, stülpt riesige Schutzhandschuhe über Julians kleine Händchen und los gehts. Mit Papas Hilfe ist es dann gar nicht so schwer und innerhalb weniger Sekunden fällt das Stück Holz zu Boden. Für Julian ein toller Erfolg - er strahlt über beide Ohren.

Einige Meter weiter wartet der nächste Höhepunkt auf die Kinder. Die Firma Sequoia Neue Baumpflege hat einen kleinen Kletterwald aufgebaut. Perfekt abgesichert, haben die Kinder die Möglichkeit, eine Art überdimensional große Wald-Schaukel zu benutzen. Frei wie ein Vogel schweben sie wenige Meter über der Erde und schaukeln, was das Zeug hält. „Du musst dich noch mal kräftig am Rand abtreten, sowas machst du schließlich nicht jeden Tag”, ruft Philipp Schüllers Papa. Dem Elfjährigen gefällt die ungewöhnliche Schaukel richtig gut, und für einen kurzen Moment hat er scheinbar alles um sich herum vergessen.

Bis die erste Biene seinen Weg kreuzt. Zumindest hätte sie das tun können. Denn wenige Meter weiter hat der Deutsche Imkerverein Ortsgruppe Eschweiler seinen Infostand aufgebaut, samt Bienenschaukasten. Dort können die Besucher den fleißigen Bienen bei der Arbeit zusehen, schließlich arbeiten sie rund um die Uhr - auch am Wochenende.

Weitere interessante Infostände verteilen sich auf der ganzen Strecke durch den Wald. Die Städteregion Aachen, Motorgeräte Kerres, das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde, die Pfadfinder „Hohe Steiner”, das mobile Sägewerk Laeven, der Eifelverein und die Naturfreunde Eschweiler sind vertreten. Und auch die Gründungsgemeinschaft Propsteier Wald, die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, die Stadt Eschweiler, Abteilung für Freiraum und Grünordnung sowie einige Falkner informieren gerne die neugierigen Besucher. Für musikalische Unterstützung sorgen die Jagdhornbläser der Scharwache.
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