316 Wahlhelfer sind bei der Bundestagswahl im Einsatz

Von: pan
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Jede Menge zu tun: Die Wahlhelfer hatten mit den Einsendungen der Briefwähler viel Arbeit. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Wahlnacht ist geschlagen, alle Stimmen sind ausgezählt. Am Tag danach meldete das Wahlamt der Stadt: keine besonderen Vorkommnisse. Im Eschweiler Rathaus ist der Alltag eingekehrt, allerdings nicht lange, denn in acht Monaten wird der neue Stadtrat gewählt.

Welche Vorbereitungen ein Urnengang bedeutet, beweisen eindeutige Zahlen: 272 Wahlhelfer waren am Sonntag in den 29 Wahllokalen im Einsatz. Nochmals 44 Helfer zählten die Stimmen der fünf Briefwahlbezirke im Rathaus. Erst kurz vor 21 Uhr war auch der letzte Wahlzettel gelesen und ausgewertet.

Bei Bundestagswahlen sind Bemerkungen auf Wahlzetteln eher Seltenheit. Dennoch sah sich ein offensichtlich älterer Indestädter dazu verleitet, seine Stimmabgabe mit einer Notiz auf dem Wahlzettel zu garnieren: „Vielen Dank für die tolle Rentenerhöhung um 0,25 Prozent. Schickt doch lieber alles Geld direkt nach Griechenland.“ Welcher Partei der unbekannte Wähler seine Stimme gab, ist natürlich nicht bekannt.

Die Briefwahl war an der Inde entscheidend, schließlich nutzten so viele Indestädter diese Möglichkeit wie noch nie zuvor. 7634 Eschweiler gaben ihre Stimme vor dem eigentlichen Wahltag ab, dies entspricht 26 Prozent. Lange sah es am Wahlabend sogar danach aus, dass die SPD in Erst- und Zweitstimmen eine Mehrheit halten kann. Allerdings waren die fünf Briefwahlbezirke die letzten, die ausgezählt waren.

Damit kippte das Wahlergebnis zu Gunsten der CDU. Ein Beispiel: Bei den Erststimmen setzte sich Helmut Brandt (CDU) mit insgesamt 12181 gegen Detlef Loozs (SPD) durch, der 11735 Mal gewählt wurde. Der Christdemokrat lag also 446 Stimmen vor seinem Kontrahenten. Der Vorsprung Brandts in den fünf Briefwahlbezirken betrug alleine 591 Stimmen. Dies unterstreicht die Prognose im Vorfeld der Wahl, dass die SPD in der Wählergunst erst kurz vor dem Wahltag zulegen konnte. Viele Briefwähler hatten zu diesem Zeitpunkt schon ihr Votum gegeben.

Erfahrungsgemäß besser schnitten die kleinen Parteien in den Zweitstimmen ab. Allerdings hielt sich der Zuwachs dort für die FDP und die Grünen in Grenzen: Die Liberalen erhielten 4,44 Prozent der Zweitstimmen (2,19 Prozent Erststimmen), die Grünen verzeichneten 4,69 Prozent (3,84). Zwar schnitt die CDU bei den Zweitstimmen schlechter ab, sie blieb aber mit 38,58 Prozent vor der SPD (36,29).

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