30 Jahre Kleiderstube: 2472 Bedürftige kaufen hier ein

Von: Andreas Röchter
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Vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewinnt das Angebot der SkF-Kleiderstube an Bedeutung: Die Zahl der Kunden in Eschweiler wuchs ständig. Jetzt feiert die Kleiderstube ihren 30. Geburtstag. Foto: Stock/Lars Berg
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Zeigen seit vielen Jahren ehrenamtliches Engagement: die Helferinnen der Kleiderstube des SkF um Käthe Braun (Mitte), die für ihre Arbeit mit dem SkF-Kristall ausgezeichnet wurde. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Man schrieb das Jahr 1983, als der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Eschweiler sein Angebot um ein weiteres Standbein erweiterte. In Privaträumen an der Dürener Straße wurde die erste Kleiderstube eröffnet. Dort nahmen ehrenamtliche Helferinnen Kleiderspenden entgegen, die bedürftigen Menschen zugute kamen.

Umzug in die Peilsgasse

Und immer noch kommen. Denn nach einer weiteren Station an der Dürener Straße, der ehemaligen Hausmeisterwohnung in der Karlschule sowie der zeitweiligen Unterbringung in einem Raum an der Releauxstraße, erfolgte im Jahr 2003 der Umzug in die Peilsgasse. Dort war die Kleiderstube zunächst im Keller unter den Räumen des SkF untergebracht, bevor es im Jahr 2008 in die unmittelbare Nachbarschaft, dem Haus Peilsgasse 3, ging, wo Pfarrer Dr. Andreas Frick am 2. April die feierliche Einsegnung vornahm.

Am Freitag feierten die Verantwortlichen des SkF und die ehrenamtlichen Helferinnen der Kleiderstube mit zahlreichen Gästen das 30-jährige Bestehen der Kleiderstube des SkF in Eschweiler.

„Heute ist ein stolzer Tag“, begrüßte die SkF-Vorsitzende Ursula Sieradzki die Schar der Gratulanten. Ausdrücklich bedankte sie sich bei den ehrenamtlichen Helferinnen Käthe Braun, Monika Thevis, Sibille Thomae, Monika Olivier, Elisabeth Ogenowski, Doris Steinhörster, Annelene Boese, Helga Kohlhaas, Christel Ehlers, Iris Flecken, Liesel Effenberg und Maria Nachtigall. „Ihr Engagement kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

Vor allem seit dem letzten Umzug in die modernen Räume an der Peilsgasse 3 schreibe die Kleiderstube an ihrer Erfolgsgeschichte. „Im Jahr 2008 konnten wir insgesamt 1520 Kunden begrüßen, immerhin 125 mehr als im Jahr zuvor. Im Jahr 2012 waren es bereits 2472 Kunden, die an inzwischen fünf Tagen pro Woche die Möglichkeit haben, in die Kleiderstube zu kommen und zu erschwinglichen Preisen Kleidungsstücke zu erwerben“, so Ursula Sieradzki, die kurz darauf das Wort an Stefanie Sassenrath vom Bundesvorstand des SkF-Gesamtvereins weitergab.

Der Grund war ein besonderer: Denn Stefanie Sassenrath verlieh Käthe Braun, die seit 30 Jahren ehrenamtlich in der Kleiderstube arbeitet, den SkF-Kristall. „Es ist unendlich viel zu helfen, wenn nur einer da ist, der es tut“, zitierte sie zu Beginn ihrer kurzen Ansprache mit Agnes Neuhaus die Gründerin des „Vereins vom Guten Hirten“, aus dem der Sozialdienst katholischer Frauen schließlich hervorging. „Sie haben in einem katholischen Verband Zeugnis abgelegt für einen den Menschen zugewandten Gott“, betonte die Bundesvorständlerin.

In die gleiche Kerbe schlug Pfarrer Dr. Andreas Frick: „Mit ihrer Arbeit geben sie dem diakonischen Handeln ein Gesicht“, lobte er das Engagement der Ehrenamtlerinnen. Ebenso wie die SkF-Diözesan-Referentin Karin Heritsch, die den Dank des Caritas-Verbands innerhalb des Bistums Aachen überbrachte. „30 Jahre sind ein Anlass zum Feiern. Die direkte und unkomplizierte Hilfe, die hier Menschen zuteil wird, unterstreicht eine der Stärken ehrenamtlichen Handelns.“

Ehrenamtler wichtig

Der stellvertretende Bürgermeister Manfred Groß unterstrich deutlich, dass Kommunen auf Ehrenamtler angewiesen seien. „Wir brauchen Menschen wie Sie. Also machen Sie bitte weiter“, so sein Appell an die Mitarbeiterinnen der Kleiderstube.

Das Erich-Kästner-Zitat „Es gibt nichts gutes, außer man tut es“, bemühte Theo Wirtz, der die Glückwünsche des Malteser-Hilfsdienstes überbrachte. „Sie setzen diese Idee, diesen Gedanken, seit 30 Jahren in die Tat um“, so seine lobenden Worte.

Zum Abschluss ergriff mit Carmen Rosendahl-Küpper die Geschäftsführerin des SkF das Wort: „Als Sozialarbeiterin habe ich die Entwicklung der Kleiderstube hautnah miterlebt und kann beurteilen, wie schwer, auch körperlich, ihre Arbeit ist. Sie leisten viel für den SkF. Die Menge und die Qualität der Ware, die die Menschen uns zur Verfügung stellen, sprechen eine deutliche Sprache.“ Na dann, auf die nächsten 30 Jahre!

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