28 Millionen Euro fließen in die Straßen

Von: Valerie Barsig und Tobias Röber
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Auch in den kommenden Jahren gibt es viele Baustellen in der Indestadt – wie derzeit etwa auf der Bourscheidtstraße. Foto: Valerie Barsig

Eschweiler. Baustellen gibt es in Eschweiler so einige. An der Bourscheidtstraße etwa oder in Dürwiß an der Karl-Arnold-Straße, und in den kommenden Jahren werden etliche dazukommen. Von 2014 bis 2017 investiert die Stadt rund 28 Millionen Euro in ihre Straßen und damit deutlich mehr, als in den vergangenen Jahren. Von 2007 bis 2013 waren es rund 25,2 Millionen Euro.

Das Eschweiler Straßennetz umfasst 237,3 Kilometer Gemeinde-, Bundes- und Landesstraßen sowie Ortsdurchfahrten und Autobahn. Eine Menge Arbeit für Straßenbegeher, die regelmäßig nach Schäden suchen und sie in das städtische Straßenkataster eintragen. „Dort wird der Straßenzustand von gut bis reparaturbedürftig festgestellt“, erklärt Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter der Stadt. Sein Fazit: „Die Straßen in Eschweiler sind im Vergleich zu anderen Städten in einem guten Zustand.“

Natürlich gäbe es auch Straßen, in denen ein Sanierungsstau herrsche, sagt Gödde wie etwa das Burgfeld, die südliche Hompeschstraße oder die Karl-Arnold-Straße. Der Stau von etwa 15 bis 20 Millionen Euro soll in den kommenden Jahren sukzessive verringert werden. „Auf der anderen Seite haben wir beispielsweise in der kompletten südlichen Innenstadt in den letzten Jahren viel investiert.“ Rund drei bis vier Millionen Euro pro Jahr würden in Straßen investiert, etwa 1,5 bis 2,5 Millionen Euro flössen in die Straßeninstandhaltung. Das beinhalte Straßenbeleuchtung, Schlaglöcher oder lockere Gehwegplatten, erklärt der Beigeordnete.

Der größte Posten für die zukünftigen Investitionen in Eschweilers Straßen sei die von der Bezirksregierung verordnete Sanierung der Abwasserkanäle. Laut Gödde seien sie zum Teil bis zu hundert Jahre alt und dementsprechend marode. Bis 2021 müssen die Kanäle auf Vordermann gebracht werden. 2014 sind dafür 4,1 Millionen Euro veranschlagt, 2015 und 2016 fließen jeweils 3,1 Millionen Euro, 2017 3,2 Millionen Euro in die Abwasserkanalsanierung. Bis 2014 stehen aber nicht nur Kanalsanierungen, sondern auch einige Endausbauten an, so zum Beispiel im Industrie- und Gewerbepark für rund 800.000 Euro.

Die Steinstraße bekommt für etwa zwei Millionen Euro eine Komplettsanierung: Dort sollen die Kanäle erneuert werden, aber ebenso die Straßendecke und die Beleuchtung. Auch gemeinsam mit der Städteregion ist ein Projekt geplant: Die Ortsdurchfahrt Dürwiß von den Supermärkten bis zum Friedhof an der Jülicher Straße soll komplett saniert werden.

Den Vorschlag von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, einen Reparaturfonds für deutsche Straßen einzuführen, kann Gödde nicht nachvollziehen. Er würde alle Menschen gleichermaßen treffen und sei somit nicht sozial ausdifferenziert. Das Geld für kommunale Straßen müsse besser verteilt werden, sagt Gödde. Bund und Länder müssten die Kommunen so ausstatten, dass die Straßen auch saniert werden könnten. „Eine gute Infrastruktur ist ein Wettbewerbsvorteil, vernünftige Straßen ein Mittel der Wirtschaftsförderung“, sagt der Technische Beigeordnete.

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