2541 Menschen in Eschweiler brauchen Pflege

Von: lbe
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Neuer, alter Vorstand des Sozi
Neuer, alter Vorstand des Sozialverbands: Bei der diesjährigen Vorstandssitzung waren zudem SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling (3. links unten) und Stefan Löhmann vom Pflegestützpunkt der Städteregion Aachen zu Gast (oben links). Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Was würden die vielen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, nur ohne den Sozialverband (SoVD) tun? Allein der Ortsverband Eschweiler zählt aktuell 609 Mitglieder und 79 Neuzugänge seit der letzten Zählung.

Sie alle haben Fragen bezüglich der Kranken- und Pflegeversicherung, der Rente oder benötigen einfach Unterstützung beim Ausfüllen von wichtigen Dokumenten.

Doch solch ein Ortsverband braucht auch einen Vorstand, der für den Verein einsteht, alles regelt und stets ein offenes Ohr hat, wenn dies von Nöten ist. In Eschweiler gibt es so einen Vorstand. Bei der diesjährigen Neuwahl gab es daher auch keine Überraschungen. Warum sollte ein Vorstand, der seine Arbeit gerne erledigt, auch nicht weiterhin beschäftigt werden?

In dieser Hinsicht waren sich alle sogleich einig und so übernimmt Agnes Zollorsch weiterhin den Posten der 1. Vorsitzenden, ihre Stellvertreterin ist Angelika Werner. Kassierer ist und bleibt Uwe Angermann, seine Stellvertreterin ist Monika Radermacher. Den Posten des Schriftführers übernimmt Thomas Lessner. Beisitzer sind zudem Arnold Bildern, Edeltraud Lindner, Andreas Schlösser, Fritz Meisen und Jürgen Schmitz. Auch die Revisoren Doris Mörsheim, Hans Derickartz und Rudi Lorbach behalten ihre Posten gerne inne.

Stets gleiche Fragen

So einig sich alle Anwesenden auch in dieser Frage waren, so viele Unklarheiten gab es jedoch bezüglich der Kranken- und Pflegeversicherung.

Aus diesem Grund hatte der Vorstand Stefan Löhmann eingeladen. Er ist Ansprechpartner im Pflegestützpunkt NRW im Haus der Städteregion Aachen. Denn laut der 1. Vorsitzenden Agnes Zollorsch werden stets die gleichen Fragen gestellt: Wie erhalte ich eine solche Pflegeversicherung, und was genau bedeutet eigentlich „Pflegestufe”? Dies bot Anlass genug, um einem kurzen und interessanten Vortrag von Stefan Löhmann zu lauschen.

„In der Städteregion leben 570.000 Menschen, 3,2 Prozent von ihnen sind pflegebedürftig, das sind 18.250 Menschen”, erklärte Löhmann. Pflegebedürftig bedeute in diesem Fall, dass all diese Menschen eine sogenannte „Pflegestufe 1” haben. Das wiederum bedeute, dass insgesamt ein täglicher Pflegeaufwand von 45 Minuten vorliegen müsse. Diese setzen sich aus den verschiedensten Pflegeeinheiten zusammen, die im täglichen Leben der Pflegebedürftigen anfallen. Das könne das Duschen oder Kämmen sein, die Rasur oder die Zahnpflege. Dinge, die zum Beispiel Schlaganfall-Patienten nicht unbedingt alleine erledigen können.

Die insgesamt 30 verschiedenen Punkte müssen bei einem Hausbesuch durch die Pflegestelle begutachtet und eingeordnet werden. Sie werden in minütlichem Aufwand berechnet und müssen zusammen mindestens 45 Minuten pro Tag ergeben. Dann bestünde eine Pflegestufe 1. Bei Pflegestufe 2 müsste schon 120 Minuten Pflegebedarf bestehen. Und diesen Personen stehe sodann eine finanzielle Unterstützung zu.

Vorreiter Rolle

„In Eschweiler sind 2541 Personen auf eine solche Pflege angewiesen”, so Löhmann weiter.

Eschweiler habe zudem eine Vorreiter-Rolle in der Städteregion Aachen. Es gebe sieben ambulante Pflegedienste, zwei Tagespflege-Einrichtungen für 24 Personen, eine Kurzpflege-Station und 757 stationäre Plätze. Dennoch komme es stets auf den Einzelfall an.

Wenn also noch Fragen bestehen, dann können sich Betroffene an den SoVD Eschweiler wenden oder gleich beim Pflegestützpunkt der Städteregion Aachen im Amt für soziale Angelegenheiten, Zollernstraße 10, 52070 Aachen melden oder unter pflegestützpunkt@städteregion-aachen.de.
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