Eschweiler - 23 Stimmen im Gospelchor vereint

23 Stimmen im Gospelchor vereint

Von: ran
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Aus 23 Einzelstimmen in drei Tagen einen Chor gebildet: Die Teilnehmer des Gospel-Workshops begeisterten ihr Publikum während des Abschlusskonzerts im Gemeindezentrum der Freien Evangelischen Gemeinde Eschweiler. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Vor den Erfolg hat der liebe Gott den Schweiß (Fleiß) gesetzt! Doch wenn als Belohnung ein Konzert mit der fantastischen Soul- und Gospelsängerin Dorrey Lin Lyles winkt, dann vergehen rund 13 Stunden Proben wie im Flug.

Diese Erfahrung machten am vergangenen Wochenende 23 Sänger, die am Gospelworkshop von Niko Schlenker und Judith Kaufmann-Schlenker in der Freien Evangelischen Gemeinde Eschweiler teilnahmen.

Ausgewogene Balance

Am Freitagabend, über den gesamten Samstag sowie am frühen Sonntagnachmittag lautete die Aufgabe für die beiden Workshopleiter, aus 23 Einzelstimmen ein homogenes Gebilde, sprich einen aufeinander abgestimmten Chor zu formen.

„Viele der Workshopteilnehmer an diesem Wochenende waren durchaus geübte Sänger mit Chorerfahrung. Dazu kam, dass sowohl bei den unterschiedlichen Stimmlagen als auch dem Zahlenverhältnis zwischen Frauen und Männern eine ausgewogene Balance vorhanden war“, blickte Judith Kaufmann-Schlenker nach Abschluss der Proben dem sich anschließenden Konzert mit Vorfreude entgegen.

Im Vorfeld des Workshops erhielten die Teilnehmer nach ihrer Anmeldung eine Liste samt Hörproben der größtenteils von Niko Schlenker komponierten Songs, die während des Konzerts erklingen sollten. „So stehen wir also zu Beginn unserer dreitägigen Treffen nicht bei Null“, erklärt Judith Kaufmann-Schlenker, die neben zahlreicher weiterer Aufgaben seit dem vergangenen September während der Workshop-Konzerte als Dirigentin fungiert.

Steht der Fortbestand zahlreicher Chöre, die eher dem in Deutschland traditionellen Liedgut verbunden sind, inzwischen in Frage, erfreut sich der Gospelgesang im Chor inzwischen immer größerer Beliebtheit. „Gospelmusik ist offen für Improvisationen und immer lebendig. Deshalb ist auch für die Sänger ein offener Charakter wünschenswert“, betont die Workshop-Leiterin. Und wenig später konnten sich zahlreiche Besucher im Gemeindezentrum in Bergrath während des Abschlusskonzerts vom lebendigen Charakter der Gospelmusik überzeugen.

Zunächst zeigte sich der Chor der Workshopteilnehmer, am Keyboard begleitet von Niko Schlenker, bei den Songs „It all depends on Jesus“, „Feel the fire“ und „Be encouraged“ gesanglich und stimmlich voll auf der Höhe, bevor die in Berlin lebende Dorrey Lin Lyles, die in früheren Jahren unter anderem mit den „Harlem Gospel Singers“ durch Europa tourte, im Wortsinn in Aktion trat.

Zwar betonte sie, vor ihrer Ankunft am Sonntagnachmittag den Namen der Stadt Eschweiler noch niemals gehört zu haben, der Vehemenz, Brillanz sowie dem Klang ihrer gewaltigen Stimme tat dies jedoch nicht den geringsten Abbruch. So versprach sie voller Inbrunst „I will bless the Lord“, verkündete „Good news“ und unterstrich mit „God is amazing“ unmissverständlich ihre Beziehung zum Herrn. Beim „Worshipmedley“ zeigten sich dann drei Workshopteilnehmerinnen mutig, indem sie gekonnt Soli anstimmten.

Anschließend gehörte für einige Minuten die Bühne des Gemeindezentrums alleine Dorrey Lin Lyles, die mit „The Lords prayer“ das „Vater unser“ bewegend gesanglich vorbetete und ihr Publikum in eine ganz außergewöhnliche Stimmung versetzte. Auch mit „Total praise“ bewies die US-Amerikanerin noch einmal ihre Stimmqualität eindrucksvoll.

Während der Schlussphase des Konzerts unterstützte dann ein weiteres Mal der Chor mit „Alright“ die Profi-Sängerin, bevor sich der „Gospel train“ mit allen Workshopteilnehmern quer durch das Gemeindezentrum in Bewegung setzte und dem begeisterten Publikum einen großartigen Schlusspunkt dreier arbeits- und erlebnisreicher Tage bot.

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