Eschweiler - 17 Meter und 96 Tonnen für 1,35 Millionen Euro

17 Meter und 96 Tonnen für 1,35 Millionen Euro

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Höchste Vorsicht ist geboten: Das 96 Tonnen schwere Schaufelrad wird in den Bagger 255 eingepasst. Nach 25 Jahren ist die Zeit für den Wechsel gekommen. Foto: Robert Flader

Eschweiler. Es ist noch früh an diesem Morgen, als sich Helmut Kneschke entscheidet, heute mal nicht einzugreifen. Er schaut sich das Treiben zwar aus der Nähe, aber doch mit einer gehörigen Poriton Abstand an. Nur der Arbeitshelm, der ist immer noch dabei. „Es ist schon beeindruckend, wie das alles heutzutage gemacht wird”, sagt der 79-Jährige, während vor ihm im Tagebau Inden das neue und riesig anmutende Schaufelrad langsam in Richtung Bagger 255 bewegt wird.

Helmut Kneschke ist ehemaliger Planungsleiter des Indener Tagesbaus und an diesem „historischen Tag” (wie er ihn nennt) einer der Ehrengäste, als der älteste Großschaufelbagger der Welt sein neues Herzstück erhält.

Ein Herzstück mit einem Durchmesser von gut 17 Metern und einem Gewicht von 96 Tonnen (mit den zehn Schaufeln sogar 135 Tonnen). Die Kosten liegen bei satten 1,35 Millionen Euro. „Um diese Investition kommt man nicht herum”, sagt Tagebau-Leiter Arthur Oster über das Großprojekt.

Der Morgen schreitet voran und Helmut Kneschke staunt unter seinem Arbeitshelm nicht schlecht, als drei 400 Tonnen schwere Autokräne das Schaufelrad aus seiner waagerechten in die endgültige senkrechte Position „aufrichten”. „Früher haben wir für solche Aktionen noch extra Holz- oder Eisentürme aufgestellt”, sagt der Tagebau-Veteran, der 1993 in Pension ging. „Es ist bemerkenswert, wie bei einem solchen Koloss heutzutage alles auf einen Zehntel-Millimeter genau zugeschnitten wird.”

Dieser Koloss ist aber trotz seiner imposanten Zahlen nur ein Teil des Sanierungsplanes für Bagger 255. Insgesamt wird der Stahlriese für etwa acht Millionen Euro saniert.
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