15 Künstler decken Besuchern des Museums festlich den Tisch

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Blick in die Ausstellung „pha
Blick in die Ausstellung „phantasTisch”. Im Vordergrund die durch ihre „phantsTische” Schlichtheit beeindruckenden Zylinder- und Kippgefäße der Keramikerin Brigitte Wüster

Eschweiler. Eine von 15 Künstlerinnen fantasievoll gedeckte, 16 Meter lange Tafel steht im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung „phantasTisch”, die am Sonntag feierlich eröffnet wurde, und die das Töpfereimuseum Langerwehe in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderern (Gedok e. V.) Bonn präsentiert.

Zur Begrüßung sprachen Dr. Kirsten Ulrike Maaß (Museumsleiterin) und Dr. Clotilde Lafont-König (1. Vorsitzende der Gedok Bonn e. V.).

In die Ausstellung führte die Fachjournalistin Antje Soléau ein. Christoph Reinartz (Saxophon) begleitet die Ausstellungseröffnung musikalisch. Im Anschluss lud der Förderkreis des Töpfereimuseums Langerwehe zum Sektempfang ein. Interessierte waren herzlich eingeladen, an der Ausstellungseröffnung teilzunehmen. Die Künstlerinnen waren dabei anwesend.

Neben fünf Keramikerinnen (Edle von Frantzius, Ingeborg Mayr, Sabine Puschmann-Diegel, Elisabeth Vix und Brigtte Wüster) stellen zehn weitere Künstlerinnen der Gruppe für Angewandte Kunst der Gedok Bonn aus den Bereichen Schmuck (Tam Uekermann, Heike Wurm), Textil (Helga Becker, Rosemarie Bühler, Traudel Lindauer, Sabine Störring, Monika Wegmann-Jung), Filz (Margret Riedl), Papier (Christiane Rücker) und Kalligrafie (Solvejg Speer) aus.

„Innere Märchenbilder”

Die fantastischen Arbeiten der Künstlerinnen sind auf der 16 m langen Tafel spannungsvoll neben- und miteinander in Szene gesetzt und beeindrucken durch ihre Vielfalt: Arbeiten aus Ton wechseln mit solchen aus feinstem Nähgarn, gefilzter Wolle, glänzendem Silber, durchscheinendem Glas, kunstvoll gestaltetem Papier oder getrockneten Pusteblumen ab. Es gibt große und kleine, bunte und in der Farbe sehr zurück genommene Arbeiten, federleichte und sehr schwere, schlichte und üppige Exponate. Gefäßobjekte wechseln mit skulpturalen Arbeiten. Alle Objekte sind ein Augenschmaus, viele jedoch „nur” zum visuellen Verzehr gedacht.

Alle auf der Tafel präsentierten Arbeiten sind, was die Idee, die Umsetzung und die Gestaltung betrifft „phantasTisch”, teilweise muten sie sogar surreal an. Den Künstlerinnen ist es zudem gelungen, trotz des vermeintlich humorvollen Themas auch ernste Aspekte anklingen zu lassen, indem sie u. a. kritisch unsere Nahrungs- und Essgewohnheiten, unsere Tischsitten, unseren Umgang mit- und gegeneinander sowie die Ausbeutung unserer Ressourcen und dessen Folgen für die Menschheit thematisieren.

Begleitend zur Ausstellung bietet das Töpfereimuseum Langerwehe Führungen für Erwachsenengruppen sowie ein museumspädagogisches Programm für Kindergartengruppen, Schulklassen und Kindergeburtstage an: Nachdem die Gruppen die Ausstellung auf spielerische Weise entdeckt haben, gestalten sie in der Kreativwerkstatt inspiriert durch das zuvor Erlebte ihre eigenen „phantasTischen” Kunstwerke.

Eine der ausstellenden Keramikerinnen, Ingeborg Mayr, bietet am 6. Oktober das Tagesseminar „Innere Märchenbilder mit Ton gestaltet” an, das in der Kreativwerkstatt des Töpfereimuseums stattfindet. Noch gibt es freie Plätze!

Die Ausstellung kann bis zum 18. November besucht werden: dienstags bis freitags von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr, samstags von 12 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr.
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