Eschweiler - 14 Prozent im Rathaus mit Migrationshintergrund

14 Prozent im Rathaus mit Migrationshintergrund

Von: pan
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Eschweiler. Wie hoch ist der Anteil der Mitarbeiter im Rathaus mit Migrationshintergrund? Dies wollte der Integrationsrat von der Stadtverwaltung wissen und bekam nun die Zahlen auf den Tisch. Fast 14 Prozent aller Mitarbeiter im Rathaus haben Wurzeln außerhalb von Deutschland.

Zum Vergleich: Vor fünf Jahren betrug diese Quote noch etwa zwölf Prozent. An beiden Zeitpunkten arbeiteten insgesamt 653 Menschen für die Stadt Eschweiler.

Seit sieben Jahren heißt es in Stellenausschreibungen der Stadtverwaltung: „Menschen mit Migrationshintergrund werden ebenfalls ermutigt, sich zu bewerben“. Der Personalentwicklungsplan fordert allerdings keine Erhöhung. Nach Verwaltungsangaben bestehen auch keine konkreten Planungen, den Personalanteil von Menschen mit Migrationshintergrund zu steigern.

Dennoch sind die Zahlen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Waren es 2012 noch 64 Angestellte mit Migrationshintergrund, so zählte man Anfang dieses Jahres schon 86. Die Summe der Beamten hingegen sank: von sechs auf vier Personen mit ausländischer Herkunft. Ein Auszubildender weist einen Migrationshintergrund auf. Immerhin: 50 dieser Mitarbeiter sind seit über zehn Jahren bei der Stadtverwaltung beschäftigt.

Nach wie vor selten sind Führungskräfte mit Migrationshintergrund: Im Rathaus arbeitet eine. Die meisten Menschen sind in der Bauverwaltung (43) und im Sozialamt (11) tätig. Überwiegend handelt es sich um Frauen, nämlich 71 Personen. Lediglich 20 Männer mit Migrationshintergrund sind bei der Stadt Eschweiler beschäftigt.

Blickt man auf die Bildungsabschlüsse dieser Angestellten, überwiegt mit einem Anteil von knapp 30 Prozent die Mittlere Reife, allerdings besitzen knapp 21 Prozent keinen Schulabschluss. Um die Zusammenarbeit und den Umgang mit unterschiedlichen Kulturen zu stärken, bietet die Stadtverwaltung ihren Mitarbeitern regelmäßig Schulungen an.

Auf dem Programm standen Fortbildungsveranstaltungen zu den Themen „interkulturelle Kompetenzen“ und „allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“. Nach Verwaltungsangaben nahmen allein an den vergangenen fünf Angeboten 85 Mitarbeiter im Rathaus teil.

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