130 Fahrzeuge kämpfen sich durch den Schlamm

Von: pes
Letzte Aktualisierung:
quad3_
Mit Vollgas über Stock und Schlamm: die Quads beim Renntag auf dem Moto-Cross-Gelände in Lohn. Foto: Peter Schöner

Eschweiler. Als man vormittags noch an zahlreichen Orten Kränze niederlegte, um der Opfer der beiden Weltkriege zu gedenken, waren die Verantwortlichen des MSC Grenzlanddamit beschäftigt, das anspruchsvolle Tagesprofil der Rennstrecke in Neu-Lohn zu optimieren.

Ab Mittag sollten das Zwei-Stunden-Enduro für Quads und das Drei-Stunden-Enduro für Crossmaschinen der sportliche Abschluss einer erfolgreichen Motorsportsaison werden. Insgesamt etwa 30 Quadfahrer und 100 Moto-Crosser aus ganz Nordrhein-Westfalen und dem benachbarten Ausland waren der Einladung der Verantwortlichen um den Vorsitzenden Ralf Wilke gefolgt.

Als Enduro bezeichnet man geländegängige Motorräder mit grobstolligen Reifen, langen Federwegen und einer Straßenzulassung. International wird Enduro als eine Motorsportdisziplin definiert, bei der die Zuverlässigkeit des fahrbaren Untersatzes und das fahrerische Können geprüft wird. Entscheidend für die Platzierung sind dabei die Einhaltung vorgegebener Sollzeiten in bestimmten Streckenabschnitten und die Ergebnisse in Sonderprüfungen.

Das Anforderungsprofil in Neu-Lohn war mit vielen „Geländeüberraschungen” gewürzt, primär aber durch die Streckenlänge geprägt. Im Gegensatz zu den sonstigen Rennveranstaltungen war das gesamte Areal bis in den letzten Winkel für Fahrspaß eingerichtet. Steile Auf- und Abfahrten, enge Spitzkehren, knietiefer Sand, kurze Schlammpassagen sowie holpriges Wurzelwerk boten am Sonntag absoluten Fahrspaß und stellten zugleich sportliche Höchstanforderungen dar.

Bevor am Nachmittag in Neu-Lohn die Zweirad-Crosser ihre letzte Runde drehten, hatten etliche der Quadsportler schon ausreichend Gelegenheit, ihre Erlebnisse vom Zwei-Stunden-Rennen auszutauschen. Im weitläufigen Fahrerlager gab es intensive Diskussionen um verlorene Sekunden oder gar Minuten, weil Motoraussetzer, abgerissene Gaszüge oder auf dem Sand aufgesetzte Bodenbleche ein besseres Abschneiden verhinderten. Aufmerksamen Zuschauern am Pistenrand entging bestimmt auch nicht, dass es unter den absolut fairen Sportlern nicht nur einmal direkte Hilfe auf der Piste gab, wenn ein Rennkollege im „Schlamassel” steckte und nicht weiter kam.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert