12. Diabetes- und Gefäßtag: Die Krankheit ist kein Todesurteil

Von: psi
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Mit zahlreichen Teilnehmern wie hier im Jahr 2010 rechnen die Veranstalter auch beim diesjährigen Diabetes- und Gefäßtag im Eschweiler Rathaus. Foto: Santosi

Eschweiler. Deutschland ist Spitzenreiter. Aber leider zur Abwechslung mal nicht im Fußball oder in der Formel 1, sondern europaweit bei den Diabetes-Erkrankungen. Geschätzte acht Millionen Menschen leiden hierzulande an einer Krankheit, die bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung viel von ihrem Schrecken verlieren könnte.

„Bewegungsmangel, Übergewicht und falsche Ernährung sind nach wie vor die häufigsten Auslöser für diese Volkskrankheit”, so Apotheker Martin Katzenbach, Vorsitzender des Eschweiler Diabetiker-Selbsthilfevereins. „Allerdings ist Diabetes kein Todesurteil. Man kann auch mit Diabetes ein geregeltes Leben führen, wenn man sich an bestimmte Regeln hält.”

Wer sich nicht sicher ist, ob er nicht etwa selbst zur Gruppe der Betroffenen gehört, der sollte am Samstag, 15. Oktober, den Gang ins Rathausfoyer erwägen. Schon ab 9 Uhr morgens startet der lokale Diabetikerverein in Zusammenarbeit mit dem St.-Antonius-Hospital, dem Euregio Gefäßzentrum und niedergelassenen Fachärzten aus Eschweiler den mittlerweile zwölften Diabetes- und Gefäßtag.

Im Mittelpunkt stehen zahlreiche Informations- und Beratungsmöglichkeiten sowie kostenlose Checks, darunter Untersuchungen der Halsschlagader, Cholesterin-, Blutdruck- und viele weitere Tests.

Ab 11 Uhr steht wie in den vergangenen Jahren geballte Fachkompetenz per Experten-Vortragsreihe auf dem Programm. Diesmal referieren unter der Moderation von Prof. Dr. Uwe Janssens der Diabetologe Peter Hellebrandt zum sogenannten „Metabolischen Syndrom”, Apotheker Martin Katzenbach zum Thema „Mit Diabetes leben” und Dr. Rudolf Müller zu „Diabetes und Durchblutungsstörungen”.

„In Sachen Diabetes-Information ist Eschweiler mit dem St.-Antonius-Hospital, seinen Fachkliniken und -ärzten, dem Euregio Gefäßzentrum und den Diabetologen bestens aufgestellt. Da haben wir für die Größe unserer Heimatstadt ein Spitzen-Team vor Ort”, erklärt Martin Katzenbach. „Jetzt fehlt uns wie in den vergangenen Jahren nur noch das entsprechende Publikumsecho am Samstag. Wir wollen möglichst viele Menschen in Eschweiler und Umgebung für das Thema Diabetes-Früherkennung sensibilisieren. Die größtenteils irreparablen Spätfolgen dieser Erkrankung lassen sich oft nahezu vollständig vermeiden, wenn man nur seine Hemmungen überwindet und sich früh genug testen lässt.”

Die Chancen stehen gut, dass dem Aufruf Folge geleistet wird. In den vergangenen Jahren ließen sich weit über 5000 Bürger auf das Angebot der kostenlosen Untersuchungen und Beratungen ein. Damit zählt der Diabetes- und Gefäßtag zu den meistbesuchten medizinischen Veranstaltungen in Eschweiler.
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