Jugendämter in der Städteregion: Den Super-GAU bisher noch nicht erlebt
Aachen. Talea (5) vor vier Jahren in Wuppertal, Anna (9) im Sommer 2010 in Bad Honnef, Chantal (11) vor wenigen Wochen in Hamburg: Drei Kinder, die das jeweils zuständige Jugendamt in die Obhut von Pflegeeltern gegeben hatte, weil ihre leiblichen Eltern sich nicht um ihr Wohlergehen kümmern konnten.
«Kein Platz für Nazis!» Eschweiler steht zu seiner bunten Vielfalt
Eschweiler. Direkt nach Karneval trifft sich das Aktionsbündnis «Eschweiler Nazifrei», um die Aktionen gegen den geplanten Naziaufmarsch Ende März weiter zu planen.
Eschweiler. Die Benzinpreise steigen immer weiter, und das ärgert vor allem die Pendler, die darauf angewiesen sind, täglich mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.
Jeder Zweite stimmt für die Indesingers
Eschweiler. Fünf Veranstaltungen, fünf Mal Freude, Spaß und Ausgelassenheit pur! Die zweite Session von «Loss mer singe» in Eschweiler war ein voller Erfolg.
Ausdrucksstarke Bilder aus ganz eigener Sicht
Eschweiler. Der Eschweiler Kunstverein beginnt mit seiner Ausstellungsreihe 2012: «Aus anderer Sicht - Ein Rückblick» ist eine Ausstellung von Margret Neuman und Irmgard Viehöver überschrieben, die am Sonntag, 26. Februar, 11 Uhr, in der Städtischen Kunstsammlung im Kulturzentrum Talbahnhof am Raiffeisen-Platz 1-3 eröffnet wird.
800 Kilogramm Aluschrott gestohlen
Eschweiler. Unbekannte haben zwischen Karnevalssamstag und Veilchendienstag Metallabfälle vom Gelände eines Abfallunternehmens auf der Albertstraße abtransportiert.
Burg Frankenberg: Mit moderner Technik zurück in alte Zeiten
Von Martina Stöhr | 17.03.2009, 19:51
Spätestens bei der dreidimensionalen Präsentation der Münstertherme ist die Illusion perfekt. Der Blick ins Innere des «Badetempels», so wie er vor fast 2000 Jahren ausgesehen haben mag, ist wahrlich eindrucksvoll. Die Römer verstanden ganz offensichtlich einiges vom Spiel mit dem Licht - die Räume wirken hell und einladend und fast ein bisschen vornehm.
Schließlich kann sich der Betrachter virtuell auf die Reise begeben und die Therme von allen Seiten unter die Lupe nehmen, bis hin zu den Bauplänen. «Diese Präsentation ist ganz eindeutig das Kernstück unserer Ausstellung», sagt Schaub. Offiziell eröffnet wird sie heute um 11 Uhr - passend zum Symposium «Technik und Kulturgeschichte der antiken Thermen», bei dem Wissenschaftler aus der ganzen Welt in Aachen ihre Forschungsergebnisse vorstellen.
Wie Aachen in der Römerzeit ausgesehen hat, davon können sich die Besucher bis zum 26. April ein Bild machen. Neben Fundstücken auch aus dem Elisengarten erfahren die Besucher in der Burg, wie die Bücheltherme zur Zeit der Römer gestaltet war.
Ein tragischer Verlust
In den 1950er Jahren wurden deren Überreste bei Bauarbeiten an der Buchkremerstraße freigelegt - und dann vernichtet. Immerhin aber wurde ein Modell der Ausgrabungsstätte angefertigt, das deutlich zeigt, wie gut durchdacht solche Thermen waren. Das ausgeklügelte Versorgungssystem mit Fußbodenheizung und Wasserzulauf ist sehr gut zu erkennen. «Hätte man doch damals nur ein bisschen mehr Wert gelegt auf solche archäologischen Schätze», sagt Schaub mit Bedauern.
Denn das, was dort verloren gegangen ist, sei ein weitaus tragischerer Verlust als der des viel kleineren Teils, der 2001 bei Bauarbeiten an der Buchkremerstraße freigelegt wurde und immerhin teilweise vor der Zerstörung bewahrt werden konnte. Dabei handelte es sich allein um das Badebecken, die Therme insgesamt war aber sehr viel größer.
Sorgsam sind die einzelnen Fundstücke in den Vitrinen dekoriert, die sich jeweils mit einem Thema beschäftigen. Mit den Göttern etwa, die die alten Römer anriefen, weil sie dann doch nicht auf das «Heilbaden» allein vertrauten, oder mit dem Thema «Schönheit». Ausgestellt sind hier Utensilien der Körperpflege, Überreste von Schmuck und auch ein rekonstruierter Parfumflakon.
In einer anderen Vitrine gibt es allerlei Baumaterialen zu sehen, die zur Innendekoration der Thermen verwendet wurden, darunter ein roter Porphyr, das Baumaterial der Kaiser. Auch in Aachen scheinen es die Römer für die Innenausstattung der Thermen verwendet zu haben. Ein absoluter Luxusstein, wie Schaub meint. Das kleine Fragment sei sein Lieblingsstück unter den Funden.
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