Nicht bürgerfreundlich: Eklatante Unterschiede bei Friedhofsgebühren
Stolberg. Langt die Stadt Stolberg bei den Friedhofsgebühren kräftig zu, um ihren desolaten Haushalt wenigstens ein klein wenig aufzubessern? Dieser Eindruck wird jedenfalls in einer E-Mail erweckt, die dieser Tage die Redaktion erreichte.
Städteregion: Drei Experten sollen prima Klima schaffen
Aachen. Menschen, die für ein gutes Klima in der Städteregion sorgen, kann Städteregionsrat Helmut Etschenberg gut gebrauchen.
Ohne Hilfe gehen in Eschweiler bald die Lichter aus
Eschweiler. Sie ist Sprecherin für Stadtentwicklung der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied des Bundestagsausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Wenn ein Kind stirbt: anrührendes Theaterstück im Talbahnhof
Eschweiler. Ein Theaterstück, in dem es darum geht, dass ein Kind an Blutkrebs stirbt - wer will sich das denn anschauen? Nun, der Saal des Kulturzentrums Talbahnhof war gut gefüllt, als am Samstagabend Monika Meinhold vom Vorstand des Hospizvereins (Ambulanter Hospizdienst Eschweiler/ Stolberg e.V.) die Zuschauer zu einer «vielleicht auch Alternativveranstaltung zum Eschweiler Karneval» begrüßte.
Mit Junior-Ingenieuren gegen den Fachkräftemangel
Eschweiler. Gespannt sitzen 19 Schülerinnen und Schüler der Waldschule - Städtische Gesamtschule Eschweiler - vor den Kästen, die ihnen die Mitarbeiter des Schülerlabors Roboscope der RWTH Aachen gegeben haben.
Karneval zwischen Kölner und Nothberger Dom
Eischwiele. Ein stimmungsvoller Einmarsch war den Uniformierten, den Nothberger Spielfreunden und dem Elferrat der Nothberger Burgwache gewiss. Pünktlich um 19 Uhr am Samstagabend zogen sie in das gefüllte Festzelt am Dom 2000 ein.
Sein Lebensinhalt ist die Gesellschaft für bedrohte Völker
(ran) | 21.06.2010, 16:57
«Tilman Zülch sieht seine Aufgabe darin, sich überall einzusetzen, wo es Leid und Elend gibt», begründete Peter Schöner, Vorsitzender der GPB und des Direktoriums des Europäischen Sozialpreises, die Entscheidung. «Er verkörpert die Leitgedanken des Europäischen Sozialpreises, die gelebte Bürgerbeteiligung, Solidarität und sozialen Zusammenhalt sowie ziviles Engagement als Mehrwert für die Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen, vorbildlich.»
Tilman Zülch wurde am 2. September 1939 in Deutsch-Libau im Sudentenland geboren. Er wuchs in Hamburg auf, engagierte sich als Jugendlicher in der Bündischen Jugend und legte im Jahr 1960 sein Abitur am Gymnasium Louisenlund im Kreis Eckernförde ab. Von 1961 bis 1967 studierte Tilman Zülch Volkswirtschaft und Politik in Graz, Heidelberg und Hamburg. 1963 war er zweiter Vorsitzender des Sozialdemokratischen Hochschulbundes in Hamburg.
Gemeinsam mit Klaus Guerke gründete Tilman Zülch im Jahr 1968 die «Aktion: Biafra-Hilfe», durch die er auf den Völkermord an den Ibos in Biafra/Ostnigeria aufmerksam machte. Dank der durch die Kirchen organisierte internationale Luftbrücke wurde Zülch Zeuge dieses Genozids. 1970 ging dann aus der «Aktion Biafra-Hilfe» die «Gesellschaft für bedrohte Völker» hervor.
Deren Hauptanliegen ist die Arbeit für ethnisch oder religiös verfolgte Gemeinschaften auf allen Kontinenten und unter allen politischen Systemen. Die Menschenrechtsorganisation bekämpft Genozid, Ethnozid, Vertreibung und Rassismus, setzt sich für die Anerkennung und Integration politischer Flüchtlinge ein und kämpft für die Rückkehr Vertriebener in Würde. Verbindliche Leitlinien der politisch und ökonomisch unabhängigen Gesellschaft, die von mehr als 15000 Mitgliedern getragen wird, sind die Wahlsprüche «Auf keinem Auge blind» und «Von denen keiner spricht». Die Organisation besitzt seit 1993 «beratenden Status» beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen und seit 1995 «mitwirkenden Status» beim Europarat. Nationale Sektionen unterhält die «Gesellschaft für bedrohte Völker» nicht nur in Deutschland (Göttingen und Berlin) sondern auch in der Schweiz, Österreich, Italien sowie in Bosnien-Herzegowina (Sarajevo und Srebrenica) und in Arbil im kurdischen Teil des Iraks. Repräsentanten haben ihre Sitze in London, New York und Luxemburg.
Zu Beginn der 80er Jahre gehörte Tilman Zülch zu den Gründungsmitgliedern der Grünen in Göttingen, ist seither aber parteilos. Seit 1995 ist der künftige Träger des Europäischen Sozialpreises Mitglied der Jury des Weimarer Menschenrechtspreises und einer der Förderer des «Zentrums gegen Vertreibungen». Seine Stasi-Akte, die in der DDR über ihn angelegt wurde, betrachtet er als «Anerkennung» seiner Arbeit in der «Gesellschaft für bedrohte Völker».
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