Nicht bürgerfreundlich: Eklatante Unterschiede bei Friedhofsgebühren
Stolberg. Langt die Stadt Stolberg bei den Friedhofsgebühren kräftig zu, um ihren desolaten Haushalt wenigstens ein klein wenig aufzubessern? Dieser Eindruck wird jedenfalls in einer E-Mail erweckt, die dieser Tage die Redaktion erreichte.
Städteregion: Drei Experten sollen prima Klima schaffen
Aachen. Menschen, die für ein gutes Klima in der Städteregion sorgen, kann Städteregionsrat Helmut Etschenberg gut gebrauchen.
Ohne Hilfe gehen in Eschweiler bald die Lichter aus
Eschweiler. Sie ist Sprecherin für Stadtentwicklung der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied des Bundestagsausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Wenn ein Kind stirbt: anrührendes Theaterstück im Talbahnhof
Eschweiler. Ein Theaterstück, in dem es darum geht, dass ein Kind an Blutkrebs stirbt - wer will sich das denn anschauen? Nun, der Saal des Kulturzentrums Talbahnhof war gut gefüllt, als am Samstagabend Monika Meinhold vom Vorstand des Hospizvereins (Ambulanter Hospizdienst Eschweiler/ Stolberg e.V.) die Zuschauer zu einer «vielleicht auch Alternativveranstaltung zum Eschweiler Karneval» begrüßte.
Mit Junior-Ingenieuren gegen den Fachkräftemangel
Eschweiler. Gespannt sitzen 19 Schülerinnen und Schüler der Waldschule - Städtische Gesamtschule Eschweiler - vor den Kästen, die ihnen die Mitarbeiter des Schülerlabors Roboscope der RWTH Aachen gegeben haben.
Karneval zwischen Kölner und Nothberger Dom
Eischwiele. Ein stimmungsvoller Einmarsch war den Uniformierten, den Nothberger Spielfreunden und dem Elferrat der Nothberger Burgwache gewiss. Pünktlich um 19 Uhr am Samstagabend zogen sie in das gefüllte Festzelt am Dom 2000 ein.
Erinnerung an Gräueltaten der Nazis
(ran) | 09.11.2009, 17:30
Dort ergriff zunächst Pfarrer Dieter Sommer das Wort: «Der 9. November ist ein ambivalenter Tag. Wir freuen uns über den Mauerfall vor 20 Jahren und erinnern an die Revolution von 1918. Doch gerade deshalb dürfen wir den 9. November 1938 nicht vergessen. Denn dies war ein Tag, der Seelen kostete und Mitmenschen vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens hat stehen lassen. Die Opfer nicht zu vergessen, ist unsere Pflicht», so der Geistliche.
Pfarrer Friedhelm Schippers erinnerte zu Beginn seiner Ansprache, dass die Reichspogromnacht nicht das Ende, sondern erst der Anfang furchtbarster Verbrechen war. «Wenn wir an Auschwitz denken, muss die Frage lauten: Was ist der Mensch, dass er zu solchen Taten fähig ist?» Und noch immer gebe es Menschen, die die Verbrechen nicht wahrhaben wollten.
Die Geschehnisse von damals müssten für uns Mahnung sein. «Doch können die Opfer von heutiger Gewalt auf uns zählen?», fragte der Redner, der in jungen Jahren selbst ein Jahr in Israel verbrachte, seine Zuhörer. Noch lebten einige wenige Opfer, Zeugen und auch Täter. «Doch was passiert, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt? Die Erinnerung an die Vorkommnisse muss wach bleiben», forderte der Pfarrer.
Eine der Ursachen für die Verbrechen sei die Schwäche der Demokratie der Weimarer Republik gewesen. «Auch die Kirchen haben diese Demokratie nur schwach unterstützt. Doch die Demokratie ist es wert, verteidigt zu werden», betonte Friedhelm Schippers. Deshalb sei es wichtig, sie nach außen zu kommunizieren. Allerdings seien die Anforderungen, die die Demokratie an die Menschen stelle, hoch. «Sie fordert Verantwortung, Mut und auch Liebe», erklärte der 52-Jährige. «Nur eine starke Demokratie, und zu dieser gehört eine wache Kirche, kann verhindern, dass das, was vor 71 Jahren geschah, noch einmal passiert», so die Schlussfolgerung von Friedhelm Schippers.
Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkstunde wie bereits in den vergangenen Jahren von Bärbel Ehlert (Gesang, Geige und Gitarre) und Friedhelm Lutzer (Akkordeon), die das Duo «Kaleidoklez» bilden und mit Liedern wie «Rachmones», «Osseh shalom» und «Liedelein jiddisch» an die Tradition der jüdischen Klezmer-Musik erinnerten. Zum Abschluss besuchte die Gemeinde den jüdischen Friedhof an der Talstraße, wo durch das Auflegen von Steinen auf die Gräber den Opfern der Verbrechen der Reichspogromnacht sowie des Holocausts gedacht wurde.
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