91 gebeutelte Bürger begehren gegen Internet-Diaspora auf

(sh) | 29.09.2009, 16:54

Eschweiler. «Ja, ich bin an einer deutlich verbesserten Leistungskapazität für das Internet interessiert und würde diese auch gegen Zahlung der Anbietergebühr nutzen wollen», sagen 91 Bürger aus den Orten Kinzweiler, Hehlrath und St. Jöris und unterstützen so eine Umfrage des CDU-Ortsverbandes Kinzweiler.
Der designierte Stadtverbandsvorsitzende Willi Bündgens überreichte den dringlichen Wunsch der Anwohner nun Bürgermeister Rudi Bertram. Raus aus dem Online-Steinzeitalter und rauf auf die digitale Highspeed-Datenautobahn, lautet der Appell der Betroffenen.

Denn allen Versprechungen zum Trotz surft es sich im Nordwesten Eschweilers immer noch im äußerst gemächlichen Schneckentempo mit Raten deutlich unter 1000 kb/s. «Die Leute vor Ort sind gebeutelt», weist Bündgens darauf hin, dass viele nicht nur privat, sondern auch beruflich auf ein schnelles Internet angewiesen sind.

Rudi Bertram kennt das Problem. Es gab in der näheren Vergangenheit bereits Gespräche zwischen Verwaltung und Telekom. «Die Klagen der Anwohner gebe ich mit Nachdruck weiter», sicherte der Bürgermeister dem von der CDU bewusst nach der Wahl forcierten Thema seine Unterstützung zu. «Schließlich gehört das in der heutigen Zeit zur Grundversorgung genauso dazu wie der Strom- und Wasseranschluss», hofft der Verwaltungschef auf ein baldiges Ende der Internet-Diaspora.