Simmerath - Zwölf Künstler und viele Begeisterte bei „Viel-Klang“

Zwölf Künstler und viele Begeisterte bei „Viel-Klang“

Von: Max Stollenwerk
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Volle Konzentration, um die Besucher des Viel-Klang-Festivals in seinen Bann zu ziehen: Hier gibt Nachwuchskünstler Joaquin Feinhals seine musikalische Visitenkarte in Simmerath ab. Foto: Max Stollenwerk

Simmerath. Es regnete über Tag immer und immer wieder. Mal mehr und mal weniger, aber ziemlich konstant. Doch zum Abend wurde es dann tatsächlich noch trocken, und auch die Sonne zeigte sich das eine oder andere Mal am Simmerather Himmel.

„Das Wetter heute Morgen war natürlich eine Katastrophe. Als ich aufgestanden bin, habe ich mich schon gefragt, wofür wir den ganzen Aufwand überhaupt treiben“, sagte Patrick Pahlke vom Organisations-Team des Simmerather Musik-Festivals „Viel-Klang“. Doch dann wurde doch noch alles gut.

„Besonders angesichts des Wetters sind unsere Erwartungen nun mehr als erfüllt, denn viele Leute stehen vorne und machen mit. Genau das wollten wir hier erreichen“, erklärte Marcel Stoffels, ebenfalls Mitglied des Organisations-Teams, während die zweite Auflage des Festivals in vollem Gange war. Ein weiteres Highlight für die Veranstalter und auch die Gäste war zweifellos die „Viel-Klang-Session-Band“, die alle zwölf Interpreten gekonnt begleitete und im Anschluss das Kommando auf der Bühne übernahm. „Das sind alles studierte Musiker, die profimäßig Musik machen.

Diese Band bereichert natürlich enorm“, erklärte Marcel Stoffels. Zunächst standen jedoch die zwölf Künstler im Vordergrund, die jeweils zwei Lieder auswählen durften und mit diesen versuchten, das Publikum zu überzeugen und zum Mitmachen zu animieren. Während der verschiedenen Auftritte gab es vielseitige, ehrliche und handgemachte Livemusik für die Besucher.

Jüngste Teilnehmerin erst 14

Die erst 14-jährige und damit jüngste Teilnehmerin war Edda Schweitzer aus Lammersdorf. Sie performte auf der Bühne unter anderem das Lied „This Is The Life“ von Amy Macdonald. Nach ihrem Auftritt erhielt sie kräftigen Applaus von den knapp 500 Besuchern am Simmerather Musikpavillon. „Ich habe zum ersten Mal auf einer Weihnachtsfeier gesungen, als ich drei oder vier Jahre alt war“, erzählte sie nach ihrem Auftritt. Den Grundgedanken von „Viel-Klang“ konnte sie nur lobend hervorheben: „Es ist eine großartige Sache, die hier auf die Beine gestellt wird, und bei der alle ein gemeinsames Interesse verfolgen“, schwärmte die Schülerin.

Ebenfalls positiv angetan war Thomas Grosskinsky aus Köln, der seine Lieder in Kölscher Mundart vortrug. Nach dem Auftritt gab er zu, dass er „zum ersten Mal vor so vielen Leuten aufgetreten“ sei und es für ihn eine „wunderbare Erfahrung“ war. „Das Viel-Klang-Festival ist eine tolle Möglichkeit für Nachwuchskünstler, sich zu zeigen und auf sich aufmerksam zu machen“, beschrieb er den Charakter des Festivals.

Insgesamt lobten viele Musiker nach ihren Auftritten die „ungezwungene Atmosphäre“ und lockere Stimmung beim „Viel-Klang“-Festival. Je später es wurde, desto mehr entstand der Eindruck, dass sich der Platz unterhalb des Rathauses immer besser füllte. Immer mehr Leute wollten sich ein Bild von den Nachwuchskünstlern machen. Und wenngleich oberhalb des Platzes, direkt vor dem Haupteingang des Rathauses, ein großes Banner mit der Aufschrift „Samstag, 3. September“ angebracht war, fanden alle den Weg zur Bühne und erschienen dort nicht erst am 3. September, was eher pünktlich zum Abbauen gewesen wäre...

Bewerben konnte sich im Vorfeld der Veranstaltung jeder, der Interesse hatte. „Wir haben darauf geachtet, dass alle Altersgruppen vertreten sind und eine homogene Gruppe entsteht“, erläuterte Stoffels. Einen letzten Höhepunkt setzte Theo Kersting aus Vossenack, der am Schluss der Abfolge der zwölf Künstler die Bühne betrat. Er hatte einen eigenen „Viel-Klang-Song“ verfasst und begeisterte im Anschluss mit dem nachdenklich stimmenden, alten Anti-Krieg-Song „Sag mir, wo die Blumen sind“ die Zuschauer.

Weitere Auflagen geplant

Nach circa zweieinhalb Stunden hatten alle zwölf Künstler ihre Auftritte hinter sich und kamen noch einmal gemeinsam auf die Bühne. „Ich möchte mich vor allem bei Euch, aber natürlich auch den Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern bedanken und hoffe mit dieser Unterstützung auf viele weitere Viel-Klang-Festivals in Simmerath“, rief Patrick Pahlke den Interpreten und Besuchern entgegen. Einige Zuschauer verweilten trotz niedriger Temperaturen nach den zwölf Auftritten in Simmerath und ließen sich von der „Viel-Klang-Session-Band“ noch ordentlich einheizen.

Für eine mögliche dritte Auflage von „Viel-Klang“ im nächsten Jahr in Simmerath sieht es ganz gut aus: „Wenn die Unterstützung des Gewerbevereins und der Sponsoren weiterhin so gut ist wie in diesem Jahr, werden wir das auch in den nächsten Jahren durchziehen“, versicherte Stoffels.

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