Monschau - Zwischen Mailand und New York: Eva Lind bei der Monschau-Klassik

Zwischen Mailand und New York: Eva Lind bei der Monschau-Klassik

Von: P. St.
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In Monschau gut angekommen: Eva Lind und Rob Pitcher (vorne) sind die Solisten der Broadway-Gala im Rahmen der Klassik 2010. Auch Spielleiter Lajos Wenzel, Sopranistin Esther Hilsberg und Chefdirigentin Inga Hilsberg (li.) freuen sich auf die Festspiele im Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Soviel steht jetzt schon fest: Der Besuch in Monschau hat zur Horizonterweiterung von Eva Lind beigetragen. Die bekannte und weit gereiste Sopranistin wird zu Gast bei der Monschau-Klassik in diesem Sommer sein.

Gut drei Monate vor ihrem Engagement bei der „Hollywood-Broadway-Gala” auf der Burg nutzte sie die Gelegenheit, sich mit der Stätte des Auftritts vorab bei einem Kurzbesuch vertraut zu machen. „Da hatte ich bisher eine echte Bildungslücke”, bekannte die 44-jährige Österreicherin, nachdem sie eine kleine Runde übers Altstadt-Pflaster gedreht hatte.

Hoffen auf schönes Wetter

Zur Einstimmung auf das Gastspiel bei der 11. Open Air Klassik am Donnerstag, 26. August um 20.30 Uhr war es den Veranstaltern gelungen, die viel beschäftigte Künstlerin zwischen zwei Verpflichtungen in Mailand und an Carnegie Hall in New York für eine Stippvisite nach Monschau zu gewinnen.

Im Carat-Hotel angekommen, ließ Eva Lind ihren Hund „Wendy”, einen französischen Boxer, nicht mehr von ihrer Seite. Nachdem sie die Stadt nun schon ein wenig kennengelernt habe, „freue ich mich um so mehr”, bekannte die Sopranistin, die sich ebenso auf die erstmalige Zusammenarbeit mit den Kölner Symphonikern freut, die in diesem Jahr die insgesamt acht Veranstaltungen zwischen dem 20. und 29. August begleiten werden.

Die Monschau-Klassik ist für Eva Lind als Künstlerin zwar Neuland, aber keineswegs unbekannt. „Da habe ich mich schon informiert und viel Gutes von der Veranstaltung gehört”, erzählt sie und kann sich vorstellen, mit dem Publikum am 26. August auf der Burg einen perfekten Abend mit berühmten Filmmelodien zu verbringen. „Bei schönem Wetter ist eine Open Air-Veranstaltung einfach unschlagbar”, sieht die Sängerin einem romantischen Konzertabend in zauberhafter Atmosphäre entgegen.

Trotz hartnäckiger Nachfrage aber lässt sich weder sie noch Inga Hilsberg, die Chefdirigentin der Kölner Symphoniker, entlocken, was bei der Hollywood-Broadway-Gala so alles auf dem Programm steht. Eine Melodie aus James Bond-Film ist vorgesehen - mehr aber wird nicht verraten.

Exakt 1548 Besucher finden im Innenhof der Burg Monschau Platz, und Eva Lind möchte mit ihrer Popularität, dafür sorgen, dass kein Platz mehr frei bleibt.

Mit 19 Jahren wurde sie nach ihrem sensationellen Debüt an der Wiener Staatsoper als Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte gefeiert. Das war der Beginn einer steilen international Karriere, die sie an die berühmte Mailänder Scala, in die Royal Albert nach London, wie auch nach New York, Washington, Buenos Aires, Shanghai oder Tokio führte.

Sie glänzte in unzähligen Opernrollen, ist eine gefragte Solistin bei vielen bedeutenden Festivals und kann auf gemeinsame Auftritte mit den Topstars der Szene, Placido Domingo, Luciano Pavarotti, Kurt Masur oder Lord Yehudi Menuhin zurückblicken. Hinzu kommen zahlreiche TV-Auftritte; so präsentierte Eva Lind von 2003 bis 2007 für das ZDF die Samstagabend-Sendung „Straße der Lieder.”

Mit Stars wie Eva Lind werde es gelingen, die Klassik Monschau einem immer breiterem Publikum bekannt zu machen, zeigte sich Helmut Lanio von Seiten des Fördervereins Klassik und des Veranstalters überzeugt. Die Wirkung weit über Monschau hinaus verspürt auch seit vielen Jahren das Carat-Hotel, wie Direktor Freek Suringh bekennt. Man freue sich auch in diesem Jahre wieder einige „Superstars” begrüßen zu können, und die Hotelgäste wären sich einig in ihrem Urteil, „dass die Klassik jedes Jahr besser wird.”

Bunt, lebendig und international

So soll es nach Auffassung von Helmut Lanio während der Festspielwochen sein: „Dann ist die Stadt bunt, lebendig und international.” Das ist auch ganz im Sinne von Bürgermeisterin Margareta Ritter, die Monschau als einen der schönsten Festivalorte bezeichnete. Durch die Mitwirkung von Eva Lind werde „zusätzlicher Glanz für die Stadt und die Veranstaltung” nach Monschau gebracht.

Auf „acht spannende Konzerte” freut sich Inga Hilsberg, die auch Geschäftsführerin der Kammeroper Köln ist, die ebenfalls bei den Festspielen im Einsatz ist. Ganz auf Monschau eingestimmt ist auch bereits die Sopranistin Esther Hilsberg, die in Monschau bei „Der Freischütz” und „La Boheme” als Solistin zu hören sein wird.

Auch in Monschau schaute sich jetzt Rob Pitcher um, der an der Seite von Eva Lind in der Broadway-Gala zu hören sein wird. Große Erfolge feierte er unter anderem beim Musical „Phantom der Oper” in Hamburg.

Häufiger in Monschau wird man demnächst den Oberspielleiter der Kammeroper Köln, Lajos Wenzel, sehen. Eine erste „technische Vorbegehung” auf der Burg hat bereits stattgefunden, und Wenzel steht nun vor der reizvollen Aufgabe, „die tolle Kulisse in die Aufführungen einzubeziehen.”
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