Zwei Eifeler dominieren den Monschau-Marathon

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:
10610601.jpg
Markus Werker (vorne, gelbes Shirt) gab vom Start an lange Zeit das Tempo vor. Am Ende reichte die Kraft aber nicht mehr aus. Er musste Christian Niessen aus Schmidt vorbeiziehen lassen und kam hinter ihm als Zweiter ins Ziel. Foto: A. Gabbert, H. Schepp
10611386.jpg
Sie liefen der Konkurrenz davon: Für Christian Niessen (links) aus Schmidt ging mit dem Sieg beim 39. Monschau-Marathon ein Traum in Erfüllung. Markus Werker aus Konzen musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Der Drittplatzierte folgte ihnen erst mehr als 15 Minuten später ins Ziel. Foto: A. Gabbert, H. Schepp
10611145.jpg
Die Siegerin des 39. Monschau-Marathons: Martina Görlich erreichte als erste Frau das Ziel auf der Konrad-Adenauer-Straße. Foto: A. Gabbert, H. Schepp
10611153.jpg
Den Ultramarathon gewann Andreas Probst (Mitte) vor Sebastiaan Francke (rechts) und Markus Mey (links). Foto: A. Gabbert, H. Schepp

Nordeifel. Den Kampf um den Sieg beim 39. Monschau-Marathon haben zwei Eifeler unter sich ausgetragen. Markus Werker aus Konzen hatte lange Zeit in Führung gelegen. Nach 33 Kilometern rückte ihm Christian Niessen aus Schmidt aber immer näher, um dann im Leyloch vorbeizuziehen.

 Niessen war nicht mehr aufzuhalten und holte in der Zeit von 2:40:07 Stunden den Sieg. Werker folgte wenig später (2:40:56). Den dritten Platz belegte Iwan Theunissen (2:57:22) vom AV STB Landgraaf.

„Das ist einfach nur super. Ich kann nichts anderes sagen. Das ist der Wahnsinn“, sagte Niessen im Ziel auf der Konrad-Adenauer-Straße in Konzen. Mit seinem Sieg ist für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. „Und das auch noch früher als gedacht. Mit dem Sieg hatte ich nicht gerechnet“, erklärte Niessen. Er habe seine Zeit aus dem Vorjahr, als er Dritter wurde verbessern wollen, und sich gut gefühlt. „Als der Abstand dann geringer wurde, habe ich gedacht, ich versuche es. Das Rennen hätte aber keinen Kilometer länger sein dürfen“, sagte Niessen.

Markus Werker war mit seiner Leistung ebenfalls zufrieden. Für ihn war es seine drittschnellste Zeit beim Monschau-Marathon.„Ich war zwar nicht so schnell wie erhofft, aber schneller als im letzten Jahr“, sagte Werker. Damals war er ebenfalls Zweiter geworden. Hinter Kalterherberg sei er langsam müde geworden, erklärte der Lokalmatador. „Da ging nichts mehr. Christian war einfach stärker.“

Der Vorjahres- und Rekordsieger des Monschau-Marathons, André Collet, hatte nach einer Operation diesmal keine Siegambitionen. „Ich wollte nicht im Sessel festwachsen und sehen, ob es noch geht. Das war heute ein Sieg für mich“, sagte Collet, der mit einer Zeit von 3:06:28 den siebten Platz erreichte.

Der im Vorfeld als Mitfavorit gehandelte Belgier Jerôme Hilgers-Schütz (2:58:27) erreichte den vierten Platz .

Bei den Frauen siegte Martina Görlich aus Hückelhoven (3:17:33). Die schnellste Frau aus der Eifel war Christina Ortmanns (3:23:44) aus Lammersdorf. Sie belegte den zweiten Platz. Dritte wurde Annette Frings (Selbstläufer SV Altenahr 3:24:59).

Sieger des Ultramarathons über 56 Kilometer wurde Andreas Probst von der Aachener TG (3:46:41), der in Konzen zum ersten Mal bei einem Ultramarathon an den Start ging. Er ließ Sebastiaan Francke (SLC 3:56:09) und den Vorjahressieger, Markus Mey (4:03:53), der zwischendurch das Tempo aufgrund von Magenkrämpfen reduzieren musste, hinter sich.

Die schnellste Ultraläuferin war Mara Lückert (SG Wenden 4:47:45). Ihr folgten Sandra Fätsch (TV Herxheim 4:52:31) und Marion Braun (4:54:29) aus Eicherscheid.

Mit diesem Ergebnis war Marion Braun sehr zufrieden. „Am Anfang war ich noch Sechste und habe mich dann langsam nach vorne gearbeitet. Meine Stärke ist, die Ruhe zu behalten. Vor dem Ziel habe ich dann auch noch die Dritte eingeholt“, berichtete Braun.

Ihr Partner, Wolfgang Braun (4:29:26), feierte an diesem Tag ein besonderes Jubiläum. Der Läufer mit der Startnummer 200 absolvierte in Konzen seinen 200. Ultramarathon. „Ich wollte vor den ersten Marathoni im Ziel sein. Das hat geklappt. Es war hart, aber wie immer schön“, sagte der 61-Jährige.

Ein neuer Streckenrekord wurde in diesem Jahr nicht aufgestellt, dafür aber ein neuer Teilnehmerrekord. Insgesamt gingen 680 Marathonläufer (plus 180), 305 Ultraläufer(plus 120), 150 Walker und 120 Staffeln beim 39. Monschau-Marathon an den Start.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert