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Zwei Drittel der Eifeler sind Berufspendler

Von: ag
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Ein typisches Bild morgens auf der B258 in Roetgen: Auf der Fahrspur in Richtung Aachen herrscht Hochbetrieb. In Richtung Monschau und Simmerath sind vergleichsweise wenig Fahrzeuge unterwegs. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Fast jeder zweite der 8,87 Millionen Arbeitnehmer in NRW muss zu seiner Arbeitsstelle pendeln. In der Nordeifel sind es sogar zwei Drittel. Von den insgesamt 18.127 Arbeitnehmern in Monschau, Roetgen und Simmerath pendeln 12.288 zur Arbeit. Das entspricht einem Anteil von rund 65 Prozent.

Laut der Zahlen von IT.NRW für das Jahr 2014 liegt der Anteil der Pendler in Monschau bei 54,7 Prozent der 6267 Erwerbstätigen. Das sind 3425 Personen. In der Gemeinde Simmerath pendeln 62,4 Prozent der 7978 Erwerbstätigen (4981 Personen) und in Roetgen sogar 77,9 Prozent der 3882 Erwerbstätigen (3025 Personen). Damit hat die Gemeinde Roetgen eine der höchsten Pendlerquoten in ganz NRW. Landesweit liegt die Kommune auf dem 15. Platz. Im Jahr 2012 belegte sie Platz 14.

Die meisten Pendler aus dem Stadtgebiet Monschau fahren nach Aachen (1452), Simmerath (700), Roetgen (152), Stolberg (107) und Eschweiler (106). Den weitesten Weg haben 81 Monschauer, die 67,1 Kilometer nach Köln zur Arbeit fahren. Den zweitweitesten Weg haben 35 Personen; sie fahren 62,4 Kilometer bis nach Bonn. Bei dieser Rechnung wird der Pendelweg durch die Luftlinienentfernung zwischen den geografischen Mittelpunkten der Arbeits- und Wohnorte angenähert. Die meisten Einpendler nach Monschau kommen aus Simmerath (987), Aachen (276), Roetgen (194), Stolberg (150) und Schleiden (127). Den weitesten Weg haben 38 Personen aus Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Die Pendler aus Simmerath arbeiten hauptsächlich in Aachen (1749), Monschau (987), Stolberg (269), Düren (220) und Roetgen (217). Den weitesten Weg (77 Kilometer) legen 46 Personen zurück, die in Düsseldorf arbeiten. 158 Personen müssen 58,6 Kilometer bis nach Köln zur Arbeit fahren. Die meisten Einpendler kommen aus Monschau (700), Aachen (283), Nideggen (195), Roetgen (151) und Stolberg (142). Mit 32,2 Kilometern haben 31 Pendler aus Herzogenrath den weitesten Weg.

Mit 1198 Einpendlern und 3025 Auspendlern unterstreicht Roetgen erneut seinen Ruf als „Schlafdorf“. Die Pendler aus Roetgen zieht es nach Aachen (1749), Monschau (194), Stolberg (159) Simmerath (151) und nach Eschweiler (83). Den weitesten Weg zur Arbeit (75,7 Kilometer) haben 33 Personen, die nach Düsseldorf pendeln. Danach folgen mit 62,7 Kilometern 17 Menschen, die ihren Arbeitsplatz in Bonn haben. Die meisten Einpendler kommen aus Aachen (325), Simmerath (217), Monschau (152), Stolberg (95) und Belgien (87). Den weitesten Weg nach Roetgen haben 14 Personen aus Bad Münstereifel (44,3 Kilometer), gefolgt von 10 Pendlern aus Baesweiler (28,4 Kilometer).

Die meisten Pendler aus den Nordeifelkommunen arbeiten in Aachen. Das sind insgesamt 4950. Auf der anderen Seiten kommen lediglich 884 Personen aus der Stadt zum arbeiten in die Eifel.

„Deutlich wird, dass die Städteregion ein lebendiger Verflechtungsraum ist. Das ist positiv zu bewerten“, sagt Monika Frohn, Gruppenleiterin Handel und Verkehr bei der Industrie- und Handelskammer Aachen. Die gesamte Städteregion profitiere vom Oberzentrum Aachen. Insgesamt seien die Pendlerströme in Richtung Aachen dominant. Insbesondere treffe das auch auf die Gemeinde Roetgen zu. „Roetgen ist ein attraktiver Wohnstandort für Menschen, die in Aachen beschäftigt sind“, sagt Frohn.

In abgeschwächter Form treffe das aber auch auf Monschau und Simmerath zu. Über 70 Prozent der Simmerather fänden einen Arbeitsplatz innerhalb der Städteregion. „Das zeigt die Beliebtheit der Eifel als Wohnort, auch wegen ihres Freizeitangebots.“ Die Stadt Aachen biete den Eifelern attraktive Arbeitsplätze. „Die Arbeitgeber schätzen aber auch die Arbeitskräfte aus der Eifel sehr. Das bekommen wir immer wieder gesagt“, betont Frohn.

Die Infrastruktur müsse den Pendlerströmen aber auch gerecht werden und die erforderlichen Kapazitäten bereitgestellt werden. Das betreffe sowohl die Straßen als auch den ÖPNV, erklärt Frohn. Beim ÖPNV sei dies angesichts des demografischen Wandels eine besondere Herausforderung. Eine funktionierende ÖPNV-Verbindung ins Oberzentrum gehöre aber zur Daseinsvorsorge, „damit das hier ein lebendiger Wirtschaftsraum bleibt.“

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