Zuschuss vom Land auch für gemeinsame Schwimmhalle?

Von: hes/P. St.
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Simmerath / Schwimmhalle
Auch wenn in der Schwimmhalle Simmerath noch Betrieb herrscht, ist sie dennoch ein Sanierungsfall.

Monschau/Simmerath. Das Thema Schwimmhalle bewegt die Gemüter. Und heißer denn je wird öffentlich die Frage diskutiert, warum nicht eine gemeinsame Schwimmhalle für die Nordeifel, zumindest aber für Monschau und Simmerath, möglich ist. Das Monschauer Vennbad ist wegen Einsturzgefahr im Dezember 2008 geschlossen worden.

„Wir haben gehört, dass es vom Land auch für ein solches gemeinsames Projekt durchaus Zuschussgelder geben könnte”, meinte SPD-Sprecher Gregor Mathar am Dienstagabend im Monschauer Hauptausschuss, als es um die Haushaltsberatungen ging und seine Fraktion die Gedankenspiele um eine gemeinsame Halle als Sparvorschlag auflistete.

Die Monschauer Sozialdemokraten hatten nach ihrer Haushaltsklausur die Prüfung einer kommunalübergreifenden Schwimmhalle für die Nordeifel konkret als Antrag formuliert und öffentlich gemacht. Nicht mögliche Zuschüsse waren von verschiedener Seite als Hauptargument gegen eine Gemeinschaftsschwimmhalle genannt worden.

Micha Kreitz wertete die Bemühungen um eine gemeinsame Halle als Abkehr von einem Neubau des Vennbades an der bisherigen Stelle: „Da haben sich einige schon vom Wahlversprechen einer neuen Schwimmhalle für Monschau verabschiedet”, orakelte der CDU-Sprecher.

„Wandel kommt zu spät”

Werner Krickel (Grüne) sieht den neuerlichen Vorstoß für eine „Schwimmhalle Nordeifel” als „redlich” an, gibt dem Ansinnen aber kaum eine Chance: „Bei der hohen Zahl alleine von Schulkindern, die hier untergebracht werden müssten, bedürfte es schon einer Doppelschwimmhalle, die dann auch kaum preiswerter werden dürfte”, so Krickel. „Oder bissig formuliert: Der demografische Wandel kommt ein wenig zu spät”, orakelte der Grünen-Chef über erst in einigen Jahren zurückgehende Schülerzahlen. Gleichwohl sei die Idee einer gemeinsamen Schwimmhalle zumindest eine Prüfung wert.

Eine gemeinsame Schwimmhalle für Monschau und Simmerath hatte vor gut einem halben Jahr bereits Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns als Gesprächsofferte eingebracht. Er sei nach wie offen für Gespräche, wenngleich es optimal wäre, wenn beide Kommunen über eine eigene Schwimmhalle verfügen könnten, so Hermanns am Mittwoch.

Der Gesprächsbedarf hat sich auch deshalb in Simmerath eingestellt, weil die dortige Schwimmhalle ebenfalls ein Sanierungsfall ist. Im Kellerbereich sind bereits Abstützungmaßnahmen erfolgt. Die Gemeinde besitzt eine statische Genehmigung bis 30. Juni 2010 zum weitere Betrieb des Bades; danach wird ein neues Gutachten erstellt. Karl-Heinz Hermanns: „Wir hoffen, dass wir die Genehmigung zum Betrieb der Schwimmhalle dann für ein weiteres Jahr erhalten.”
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