Zur Sicherheit: Fahrradfahrer und Fußgänger unter Beobachtung

Letzte Aktualisierung:
11973738.jpg
Unter anderem das Verhalten von Fußgängern wird im Rahmen eines bundesweiten Projektes in Roetgen untersucht. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Das Büro für Stadt und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier (BSV) bearbeitet gemeinsam mit der Professur für integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik der TU Dresden zurzeit ein Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern auf Geh- und Radwegen bei kritischer Witterung.

Auch die Gemeinde Roetgen nimmt an diesem Projekt teil. Die Bearbeitung erfolgt im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen. Wesentliches Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, Handlungsempfehlungen für einen effektiven Winterdienst auf Geh- und Radwegen zu entwickeln, die zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern bei Schnee und Eis beitragen können. Neben einer bundesweiten Befragung der Kommunen zu ihren Methoden und Erfahrungen mit dem jeweils praktizierten Winterdienst sind auch empirische Erhebungen zum Verkehrsverhalten von Fußgängern und Radfahrern sowie Griffigkeitsmessungen bei Schnee und Eisglätte vorgesehen. Es werden insgesamt 15 Bereiche in den Schwerpunktregionen Aachen (mit höheren Lagen der Eifel) und Dresden (mit dem Erzgebirge) sowie in weiteren Städten mit maßgeblichem Radverkehrsanteil (Münster und Freiburg) untersucht.

Die Gemeinde Roetgen hat sich bereiterklärt, das Forschungsvorhaben durch die Teilnahme an den empirischen Erhebungen zu unterstützen. Die vorgesehenen Verkehrsbeobachtungen mittels Videokameras dienen zur Bewertung der Auswirkungen von Schnee und Eis auf den Zustand der Verkehrsanlage und das Verkehrsverhalten. Die Passantenbefragung zielt auf die Einschätzung konkreter Situationen und etwaiger Verhaltensänderungen im Verkehrsverhalten ab (z. B. Umstieg vom Rad aufs Auto, geänderte Routenwahl, Unterlassung von Wegen).

Um Vergleiche des Verhaltens bei kritischer und unkritischer Witterung zu ermöglichen, sind Referenzuntersuchungen geplant. Diese sollen im kommenden Frühjahr (April/Mai) durchgeführt werden. In Roetgen sollen Videobeobachtungen und Befragungen im Bereich der Bundesstraße und der Jennepeterstraße an jeweils einem Tag über einen Zeitraum von insgesamt sechs Stunden stattfinden. In der kommenden Wintersaison sind die entsprechenden Erhebungen bei Schnee geplant. Bei den Videoaufnahmen werden Aufnahmen mit großen Bildausschnitten gewählt, aus dem allgemeine Bewegungsverläufe von Fußgängern und Radfahrern und die genutzten Straßenraumteile ermittelt werden können. Der Erfassungsbereich der Videokameras wird so eingerichtet, dass Vorgänge beobachtet werden, grundsätzlich aber weder Kennzeichen erkennbar noch Personen identifizierbar sind. Auch bei der Befragung wird die Einhaltung des Datenschutzes sichergestellt.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert