Zur Schwerstarbeit in die Waschküche: Wäsche machen wie damals

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Sie wollen erleben, wie mühselig die Wäschepflege von Hand und mit einfachen Geräten früher war? Können Sie, denn am Sonntag, 27. Juli, ist Waschtag im LVR-Freilichtmuseum Kommern.

Mechernich-Kommern. Sie wollen erleben, wie mühselig die Wäschepflege von Hand und mit einfachen Geräten war? Können Sie: Im LVR-Freilichtmuseum Kommern ist Waschtag. Sogar Kinder dürfen bei den Waschfrauen mithelfen.

Bis in die späte Nachkriegszeit, bevor die vollautomatische Waschmaschine allgemeine Verbreitung fand, war der Waschtag für viele Frauen ein Alptraum. Waschen war ein langwieriger Prozess. Am Vorabend wurde die Wäsche in einer Lauge aus Buchenholzasche eingeweicht. Beim Kochen der Wäsche am nächsten Tag verwandelte sich die Waschküche in eine Sauna – Schwerstarbeit unter besonderen Bedingungen.

Das Rubbeln der Wäsche auf dem Waschbrett, das Auswringen und Wenden der großen Wäscheteile war besonders harte Arbeit. Da der Waschtag für die Frauen Schwerstarbeit bedeutete, musste der übrige Haushalt an dem Tag liegen bleiben. So kam meist nur aufgewärmter Eintopf auf den Tisch. Und auch an den nächsten Tagen blieb fürs Kochen kaum Zeit: Zu sehr waren die Frauen noch mit Flicken und Bügeln beschäftigt.

Der Waschtag ist am Sonntag, 27. Juli, 11 bis 17 Uhr, im LVR-Freilichtmuseum, Eickser Straße in Mechernich-Kommern. Erwachsene zahlen 6,50 Euro Eintritt, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos.

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